Greven Grass – Riesenandrang von Musikern am Emsdeich
Vintage-Banjo für schöne Kühe

Greven -

Ruud Spil malt professionell Kühe. Der Mann aus Amsterdam sitzt auf einem Campinghocker vorm Emsdeich und erzählt von seinem Lida Banjo aus Japan, Baujahr 1974, ein schönes Vintage-Instrument: „Hab ich von einem Banjo-Experten in Holland bekommen – für ein Kuhbild.“

Montag, 10.06.2019, 16:42 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 12:22 Uhr
Greven Grass – Riesenandrang von Musikern am Emsdeich: Vintage-Banjo für schöne Kühe
Kuhmaler Ruud Spil aus Amsterdam, Susanna Wüstneck und Günther Leifeld-Strikkeling aus den Baumbergen beim Einspielen auf der Wiese am Emsdeich. Foto: Günter Benning

Greven Grass stand bei Spil schon lange auf der Agenda: „Aber ich habe es nie geschafft, hierher zu kommen.“ Die Arbeit eben: die Kühe, die Melkwagen, die Ställe, die Hörnerporträts und die Kälber. Und der Umstand, dass Bauern, sagt er, „lieber Geld für Kühe ausgeben als für Bilder von Kühen“.

Aber jetzt ist Chillzeit. Spil fachsimpelt auf dem improvisierten Campingplatz, auf dem seit Dienstag immer mehr Grass-Fans und Blue Grass-Musiker zu Greven Grass eintrudeln, mit Susanna Wüstneck und Günther Leifeld-Strikkeling aus den Baumbergen. „Von der Tree Mountain Band“, sagt Leifeld-Strikkeling. Er ist mit so vielen Bands unterwegs, dass Ruud Spil sich schon wundert. „Tja“, sagt der Baumberger Klimperer, „mal spiele ich, mal fahre ich, mal gehört mir die Anlage.“

Annette Hoof ist schon seit Anfang bei Greven Grass dabei. „Jetzt ist es das elfte Jahr“, sagt sie hinter der improvisierten Theke aus einem großen Brett, „und ich komme eigentlich nie auf die andere Seite des Deichs.“

Auf der anderen Seite spielen Samstag (ab 16 Uhr) und Sonntag (ab 12 Uhr) sieben Bluegrass-Bands aus Italien, Tschechien, Deutschland, Belgien und den USA. „Richtige Profis“, sagt Roland Post, der seit Jahren die Organisation in Händen hat. Die Gage hält sich aber wohl in Grenzen – denn das Festival ist wie seit eh und je kostenlos.

Die Blue-Grass-Familie trifft sich am Grevener Beach

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„Grevener“, meint Annette Hoof, „kommen eigentlich weniger.“ Dafür sind aber schon jede Menge Fans der Arbeiter- und Bauernmusik aus den Tiefen der USA in Greven. „240 bis 260 Anmeldungen hatten wir“, sagt Post, „das wird rappelvoll.“ Was dann noch mal rund 50 mehr wären als in den vergangenen Jahren. Post rechnet mit 350 bis 400 Fans, die allein auf dem Platz neben dem Hallenbad residieren. In Zelten, Wohnwagen, Campingmobilen. Oder in umgebauten Werkstattwagen wie Susanna Wüstneck und Günther Leifeld-Strikkeling, die gerade vom Voorthuizen-Festival in Geldern kommen. Auch da haben sie schon mit dem Kuhmaler Ruud Spil gespielt. Leifeld-Strikkeling zaubert erstmal die beiden Banjos aus dem Wagen, die er selbst gebaut hat. Tolle Handwerksstücke aus Meisterhand, denn er hatte früher eine Tischlerei.

Weiter hinten übt eine Altherrenband spontan Traditionals.

Und Annette Hoof, die gerade im Garten noch vom Eichenprozessionsspinner befallen wurde, richtet sich auf eine Nacht im Zelt ein: „Am Lagerfeuer wird hier Musik gemacht. Morgens wird man von Blue Grass geweckt.“

Und dort sitzen die Musiker und spinnen ihr Musikergarn. Wie Susanna Wüstneck: „Neulich habe ich Maori-Lieder gesungen. Die hat eine Frau direkt aufgenommen und ihrem Sohn nach Neuseeland geschickt.“ Dort spielte er sie psychisch Kranken vor: „Die waren begeistert.“

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