Greven Grass am Emsbeach
Westernhüte und US-Käppis

Greven -

Bluegrass ist Musik. Aber auch Lebensstil. Seine Fans kommen nicht nur aus den blauen Bergen der USA, sondern aus ganz Europa. Bei Greven Grass spielte unter anderem auch die Band Jumper Cables aus Tschechien. Das Zwei-Tage-Festival war sehr gut besucht.

Montag, 10.06.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 09:46 Uhr
Sehen aus wie Cowboys, kommen aber aus der Gegend von Kassel: Die Lonesome Wagoneers vor einem großen Publikum.
Sehen aus wie Cowboys, kommen aber aus der Gegend von Kassel: Die Lonesome Wagoneers vor einem großen Publikum. Foto: Günter Benning

Alles wirkt wie frisch aus der Wäsche. Die braunen Arbeitshosen, die blauen Hemden, die kurzen Krawatten. Und natürlich die nagelneuen Westernhüte. Die Lonesome Wagoneers sehen total echt aus. Wie eine US-Bluegrass Band aus den blauen Bergen. Die fünf Musiker, die am Grevener Emsbeach in die Saiten hauen, kommen aber aus dem Kasseler Land. „Hier waren wir schon ein paar Mal“, sagt Sänger Hannes Lund, „aber jetzt zum ersten Mal mit der ganzen Band.“

Greven Grass brummt. „800 Zuschauer“, schätzt am Sonntagnachmittag Thomas Drunkenmölle, der Vorsitzende des Vereines, der den Westen an die Ems holt.

Er steht oben auf dem Deich, blickt herunter zur Bühne. Alles voll, die Besucher haben ihre Campingstühle mitgebracht, es ist ein ständiges Kommen und Gehen.

Die Blue-Grass-Familie trifft sich am Grevener Beach

1/48
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning

Sieben Bands legen ihr Programm vor. Manchmal etwas monoton, aber auch überraschend vielseitig wie die Jumper Cables aus Prag, die zu viert in einem Combi ankamen, inklusive aller Instrumente. Jeder, sagt ein Beobachter, hatte einen halben Liter Bier in der Hand.

Die Tschechen machen Gute-Laune-Musik, können erst nach zwei Zugaben von der Bühne runter. Hinter ihnen stehen schon die älteren Herren der Band Rawhide. Auch so echte Westerner. Diese sind aus Belgen.

Vor dem Deich drängeln sich die Wohnwagen, überall sitzen Musiker, klimpern zusammen, bei spontanen Workshops. Fachsimpeln über Techniken und Instrumente. Und finden kein Ende. „Heute morgen“, sagt Organisator Roland Post, „haben sie noch bis um fünf gespielt.“

Eine drollige Szene. Nicht nur, weil ganz vorne vor der Bühne Klaus aus Meschede rumhüpft wie ein Apache vorm Marterpfahl und dabei original Cowboyklamotten zur Schau trägt. Andere tragen Käppis, auf denen „Nashville“ oder „Tennessee“ steht, oder was sonst die Sehnsuchtsorte der Szene sind.

Nachdem Bürgermeister Peter Vennemeyer am Samstag die Bluegrasser begrüßt hatte, zeigte er sich begeistert: „Tolles Festival, tolles Publikum.“ Eins, das die Stadt, muss man ergänzen, kaum was kostet und auch noch Geld da lässt.

Rund 350 Gäste wohnten allein auf dem Platz am Deich. Bis zuletzt kamen Neue. Wie Tobias Gillner aus Rostock, auf dem Rückweg vom Schweiz-Urlaub: „Ich finde das super hier“, lobte der Greven Grass-Neuling. Er spielt selbst in einer Szene-Band von der Ostsee: „Dünen Grass.“

Seine Visitenkarte landet direkt bei Matthias Malcher von den Looping Brothers. Seit elf Jahren sucht der die Bands aus: „Die Nachfrage ist groß – aber wir wollen eine gute Mischung.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6679687?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Mordkommission ermittelt nach Leichenfund in Brunnenschacht
Sohn unter Verdacht: Mordkommission ermittelt nach Leichenfund in Brunnenschacht
Nachrichten-Ticker