Manuela Klimke will mit ihrer Geschäftsidee Gutes tun
Danke für die Spende

Greven -

Manuela Klimke produziert und verkauft Schmuck. Aber es hätte auch anders kommen können. Am Anfang ihres Labels NOLO steht nämlich eine Idee: Konsumiere, aber tue Gutes. Bringe Gegensätze dazu, sich in Wohlgefallen aufzulösen. Das lässt viel Spielraum.

Dienstag, 11.06.2019, 16:57 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 17:00 Uhr
Edles Design für die schwarzen Schmuckstücke von Manuela Klimke: Für jeden Verkauf klingelt die Kasse einer caritativen Einrichtung.
Edles Design für die schwarzen Schmuckstücke von Manuela Klimke: Für jeden Verkauf klingelt die Kasse einer caritativen Einrichtung. Foto: Günter Benning

Klimke (39), Wirtschaftsjuristin, wohnt und arbeitet in einem Niedrigenergiehaus in der Wöste. In der Hand hält sie ein schwarzes Präsentpäckchen, das schicke Accessoires enthält. Anhänger, Ring, schwarz, mit rotem Keil, aus antiallergenem Chirurgen-Stahl, beschichtet auf Carbon-Kohlenstoffbasis. Man kann das alles gravieren lassen, auch als Erkennungsanhänger für Pferde. Auf der Internetseite von NOLO werben die Promireiter Julia Krajewski und Toni Hassmann für die Preziosen aus Greven.

„Bei jedem Schmuckstück, das wir verkaufen, gehen acht Euro an Hilfsorganisationen“, sagt Klimke. Bisher sind das Ärzte ohne Grenzen , die Kindernothilfe, der BUND und die Stiftung „Vier Pfoten für Tierschutz“. Der Schmuck wird zur Botschaft: „Heute dient er dazu, seinen Mitmenschen zu zeigen, wofür man steht, wer man ist und welche Ideale man vertritt.“

Klimke kommt aus einer Unternehmerfamilie, der Vater ist Hannoveraner, die Mutter Brasilianerin. Von ihr hat sie das Extrovertierte, sagt sie. Und: „Soziale Einstellung und Spenden waren in meiner Familie ganz normal.“

Pferde waren ihre Leidenschaft. Nach dem Studium bildete sie Vierbeiner aus und vermarktete sie. Der Liebe wegen kam sie nach Münster, heiratete Michael Klimke aus der Reiter-Dynastie. Es kamen zwei Kinder, aber dann die Trennung. So zog sie nach Greven.

Manuela Klimke ist ein Typ, der organisieren und präsentieren kann. Freiberuflich hat sie für die Halle Münsterland Events geplant und moderiert. Zum Beispiel die Dog Live-Messe und andere Hundewettbewerbe. Sie kennt den Wert von Marketing.

Mitgründer ihrer Firma NOLO ist ihr Vater: Dr. Hans-Peter Ludewig, einst Geschäftsführer von Pepsi Cola Deutschland, vor Jahren mal Bundestagskandidat der Grünen. Vielleicht erklärt das auch die strikte ökologische Ausrichtung von NOLO.

„Wir sind 100-prozentig nachhaltig“, sagt Klimke. Ihr Schmuck wird in Deutschland produziert, selbst die Aufkleber sind vegan. Statt Lederbändern nimmt sie gewachste Baumwollkordel oder Naturkautschuk.

Beim Design ihrer Schmuckstücke, sagt Klimke, habe sie sich von Rettungsringen inspirieren lassen. Beim Käufer soll das Materielle nur an zweiter Stelle stehen: „Der Kunde versteht, dass er der Held ist.“  

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