Sara Rehme hat das Freilichtbühnen-Fieber gepackt
„Langeweile gibt es bei mir nicht“

Reckenfeld -

Man mag kaum glauben, dass Sara Rehme, die gebürtig aus Emsdetten kommt, die Freilichtbühne Reckenfeld bis 2017 nicht wirklich kannte. Und jetzt? Da kommt sie aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, ist in der Freilichtbühnenschneiderei mit vollem Elan engagiert. Doch wie kam es zu dem Engagement?

Dienstag, 11.06.2019, 23:58 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 00:00 Uhr
Sara Rehme in ihrem Nähzimmer, in dem die leidenschaftlicher Leserin auch viele Bücher aufbewahrt. Private Besuche der Freilichtbühne mündeten inzwischen in die ehrenamtliche Mitarbeit in der Kostümschneiderei.
Sara Rehme in ihrem Nähzimmer, in dem die leidenschaftlicher Leserin auch viele Bücher aufbewahrt. Private Besuche der Freilichtbühne mündeten inzwischen in die ehrenamtliche Mitarbeit in der Kostümschneiderei. Foto: Rosemarie Bechtel

„Bei einem „Pflichtschulbesuch“ war ich einmal zur Aufführung des Stücks ,Die Weiße Rose‘ das erste Mal an der Bühne. Später schaute ich mir dort ,Ladies Night‘ an. Fand ich super. Dann kam 2017 der Junggesellen-abschied einer Freundin. Mit der Clique schauten wir uns dort ,Zum Sterben schön‘ an. Das Stück war für mich persönlich ,zum Sterben schön‘, ich habe es dann sechs Mal auf der Bühne gesehen, die DVD gekauft, und die Musik läuft auch heute noch ständig bei mir“, sprudelt es aus ihr heraus.

Sie arbeitet in einer Reckenfelder Zahnarztpraxis als zahnmedizinische Fachangestellte. Dort traf sie dann Carla Meijer , die ein Shirt mit Bühnenaufdruck trugt. Die beiden kamen ins Gespräch, auch drei Nachbarinnen, die an der Bühne sind, hatten sie schon angesprochen, ob sie dort nicht aktiv sein wollte.

So überlegte sie, welches Ressort für sie infrage kommen könnte. „Es werden ja überall Leute gebraucht. Und nachdem ich erzählt hatte, dass ich etwas nähen könne, versuchte ich es 2018 in der Bühnenschneiderei.“

Beim ersten Besuch fühlte sie sich als „ginge ich zu einem Vorstellungsgespräch“. Aber natürlich wurde Sara mit offenen Armen aufgenommen. Junges Blut mit Ideen. „Aber ich kann lange nicht so viel wie die Damen, die dort schon seit Jahren nähen. 2013 hatte ich mal einen Nähkurs belegt. Eigentlich, damit ich selbst mal Kleidung ändern kann, doch das machte mir viel Spaß und ich besuchte zwei weitere Kurse. Für meinen Sohn Jonas habe ich inzwischen viel genäht. Doch von dem, was die Bühnenschneiderei da alles näht, hatte ich keine Ahnung.“ Die 37-jährige ist den Damen dort sehr dankbar: „Weil sie so viel Geduld mit mir aufbringen. Sie haben sehr viel Erfahrung, von der ich profitiere.“

Sara zog 2006 nach Reckenfeld, erst zur Lippestraße und 2012 zur Moselstraße, wo sie gemeinsam mit Ehemann Timo ein Haus baute. Auch da packte sie tatkräftig mit an. „Hier ist es absolut traumhaft, tolles Grundstück, nette Nachbarn rundherum und immer Kinder für Jonas zum Spielen in der Nähe.“

Sie liebt den Sommer, darum passt auch die Freilichtbühne zu ihr. Wann immer es geht, fährt sie zum Schwimmen nach Emsdetten. Ansonsten treffen sie und ihre Familie sich mit Freunden, besuchen auch gerne mal neue Lokale. „Langeweile gibt es bei mir nicht“, sagt sie lachend und zeigt auf die vielen Arbeiten, die sie auf ihrem Plotter gestaltet hat.

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