Premiere vom Musical „Big Fish“ am Gymnasium
Wo Geschichten wahr werden

Greven -

„Keine Geschichten und keine Witze.“ So fordert es Will Bloom von seinem Vater Edward für die Hochzeit. Er will vermeiden, dass Edward von seinen fantastischen Begegnungen mit Hexen und Riesen, den eigenen Heldentaten und seiner Zeit beim Zirkus berichtet. Vater Edward hat wenig Verständnis und natürlich kann er sich auf der Hochzeit nicht zurückhalten . . .

Montag, 17.06.2019, 18:01 Uhr aktualisiert: 17.06.2019, 18:10 Uhr
Stolz präsentieren sich die zahlreichen Darsteller des Musicals dem Publikum, das so begeistert war, dass die Schauspieler noch eine Zugabe geben mussten.
Stolz präsentieren sich die zahlreichen Darsteller des Musicals dem Publikum, das so begeistert war, dass die Schauspieler noch eine Zugabe geben mussten. Foto: pin

Geschichten sind es, die Will als kleinen Jungen verzaubern. Geschichten führen zum Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn. Und die gleichen Geschichten sorgen für ihre Versöhnung.

Zahlreiche Darsteller, Sänger, Musiker und Tänzer brachten am vergangenen Sonntag erstmals das Musical „Big Fish“ in der Aula des Gymnasiums auf die Bühne, vor vollem Haus. Nach unendlich vielen Proben, viel Arbeit, Schweiß und Aufregung, konnte das große Ensemble mit Schülern sämtlicher Jahrgangsstufen nun das fertige Stück präsentieren. Unter der Leitung der Lehrer Peter Winkens, Karin Löhr und Eva Pott wurde rund ein halbes Jahr lang intensiv geprobt. Die Solisten mussten ihre Stimmen schulen und das Schauspiel einstudieren, Chöre und Orchester übten erst getrennt und dann zusammen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Das fetzige und bunte Musical erzählt die Geschichte von Edward Bloom (Joshua Schmidtke), der als junger Mann (Lennart Falkner) allerlei Kurioses und Fantastisches erlebte. Von diesen Abenteuern berichtet er abends am Bett seinem Sohn Will (Hugo Zimmermann), der sich nicht sicher ist, was an den Geschichten Wahres dran ist. Selbst erwachsen beschließt Will (Lars-Erik Teschler) den Erzählungen seines Vaters, der mittlerweile schwer krank ist, auf den Grund zu gehen. Will begibt sich auf eine Reise durch die Vergangenheit seines Vaters.

Erzählt wird in Rückblenden, wo die realen Personen die Figuren der Geschichten besuchen: der Sohn in Schlafanzughosen lernt einen traditionellen Tanz, wie ihn einst der Vater präsentierte. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, Grenzen verschwimmen in diesem Musical . . .

Gespickt mit viel Musik und zahlreichen Tanzeinlagen wird das Musical zum Leben erweckt. Zahlreiche Einfälle sorgen für Überraschungen, das Bühnenbild wird bestimmt von einer großen Videoleinwand. Die großen Chöre der Unter- und Oberstufe sorgen für die richtige Stimmung. Wasserrauschen oder ein voller Saloon werden genauso überzeugend dargestellt, wie das quirlige Leben im Zirkus. Auf der Empore hinter den Zuschauern sitzt das Orchester und sorgt für die Live-Musik, die bei der Musical-Aufführung natürlich nicht fehlen darf.

Souverän und mit sichtlich viel Spaß stehen Schüler auf der Bühne, toben durch den Zuschauerraum und präsentieren die Familiengeschichte mit viel Gefühl. Das Premierenpublikum ist begeistert und applaudiert, so dass die Darsteller um eine Zugabe nicht herumkommen.

Was am Ende wahr ist und was erfunden, liegt bei den Zuschauern. „Kommt es darauf an, was wahr ist?“, wird Will von seiner Frau gefragt. Nein, eigentlich nicht, denn Geschichten dienen nun mal der Inspiration und Fantasie… „Dream bigger“ heißt es auf den Plakaten – die fantastischen Geschichten laden auf jeden Fall dazu ein.

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Wer wissen möchte, welche Geschichten Edward seinem Sohn erzählt hat, wie sich die Familie am Ende versöhnt und wo viele Beteiligte viel Herzblut hineinsteckten, der hat noch zwei Mal die Gelegenheit dazu: Mittwoch, 19. Juni und Dienstag, 25. Juni, jeweils um 18.30 in der Aula des Gymnasiums.

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