Mehr Verkehr in der Industriestraße
Nachmittags ist besonders viel los

Reckenfeld -

Die Stadt zählt mit Sensoren, Gabriele Heinrich mit Stift und Zettel. Die Anwohnerin der Industriestraße legte am Rande der Bezirksausschusssitzung das Ergebnis einer eigenen Verkehrszählung vor. An einem ganz normalen Werktag erfasste sie binnen zwei Stunden (6.20 bis 8.20 Uhr) 421 Fahrzeuge.

Montag, 17.06.2019, 16:06 Uhr
Mit einem Display ruft die Stadt Autofahrer nicht nur zur Ordnung, sondern erfasst auch die Verkehrsbelastung.
Mit einem Display ruft die Stadt Autofahrer nicht nur zur Ordnung, sondern erfasst auch die Verkehrsbelastung. Foto: Oliver Hengst

Die Stadt kommt zu anderen Ergebnissen. Sie hat ein Verkehrsdialogdisplay installiert, dass Autofahrern nicht nur anzeigt, ob sie zu schnell („Langsam!“) oder mit passendem Tempo (Danke“) unterwegs sind, sondern auch aufzeichnet, wie viele Fahrzeuge mit welchem Tempo an dem Displan vorbeifahren. Auch die Art des Fahrzeuges (Lkw oder Pkw) wird erfasst.

Die vorliegenden Daten fasste André Kintrup so zusammen: „Die Geschwindigkeiten werden eingehalten. Der Durchschnitt ist deutlich unter 30. Und die Verkehrsbelastung in Summe ist auch nicht kritisch. Wir haben da im Mittel 850 Fahrzeuge pro Tag. Das ist zu tolerieren.“

Der Wert von 850 Fahrzeugen gelte für die Fahrtrichtung Eichendorffweg. In der Gegenrichtung zählte das Display 890 Fahrzeuge am Tag. Die Spitzenwerte lägen bei rund 1200 Fahrzeugen pro Tag und Richtung.

Besonders viel los sei auf der Industriestraße nachmittags zwischen 15 und 16 Uhr. Dann könnten schon mal 100 bis 120 Fahrzeuge pro Stunde und Richtung durch die Straße fahren. Das, so Kintrup, täten die allermeisten mit angepasster Geschwindigkeit von unter 30 Km/h. „Es gibt vereinzelt auch schon mal einen Topscorer, der es in die 60er schafft“, sagt Kintrup. Das könne aber auch eine Einsatzfahrt gewesen sein. Einzelne Tempo-Ausreißer verzeichne man auch nachts. „Natürlich halten sich nicht alle an die Regeln“, sagte er. Die Zunahme des Verkehrs bedauere man sehr. Es gebe aber keine Erkenntnisse über verkehrsgefährdendes Verhalten. Die Einschätzung teilte auch Bezirksbeamter Thomas Maslanka. Die Polizei sei „von Zeit zu Zeit“ vor Ort und kontrolliere, ob sich die Autofahrer an die Regeln halten. Es gebe „keine großen Ausreißer“.

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