Das Wirte-Ehepaar Temme feiert
Diamantene am Vosskotten

Greven -

Das schaffen auch nicht mehr so ganz viele Paare. Das bekannte Wirte-Ehepaar Josef und Elisabeth Temme feierte jetzt seine Diamantene Hochzeit. Und sie blickten auf ihre Leben zurück.

Dienstag, 25.06.2019, 22:00 Uhr
Das Diamantpaar Temme beglückwünscht von Christa Waschkowitz-Biggeleben (rechts) und Elisabeth Veldhues (links) – ebenso erhielten sie die Ehrennadel der Seniorenunion.
Das Diamantpaar Temme beglückwünscht von Christa Waschkowitz-Biggeleben (rechts) und Elisabeth Veldhues (links) – ebenso erhielten sie die Ehrennadel der Seniorenunion.

Josef Temme sieht seiner Diamantbraut Elisabeth tief in die Augen: Strahlend blau. Das hat ihn schon 1953 umgehauen. Damals, auf der 100-Jahre-Feier in Schmedehausen, wo sich das Wirte-Ehepaar vom Vosskokotten zum ersten Mal begegnet ist.

Ansprechen konnte er die Bauerntochter damals noch nicht. Erst durch viel Charme und Vermittlung seines Vetters Heiner Schleiner auf der Fahrt der Landjugend nach Bonn war es ihm vier Jahre später möglich, das Herz der jungen Elisabeth zu erobern.

Am 24. Juni 1959 gaben sie sich dann das Jawort.

60 Jahre später wurde das lebenslange Versprechen bei bestem Wetter nochmals groß zelebriert. Begleitet von einem Kamerateam, das die schönsten Momente des Tages festhielt. Vor dem „Vosskotten“ bildete sich eine lange Reihe von Gratulanten. Unter den circa 100 geladenen Gästen waren auch die erste stellvertretende Bürgermeisterin Christa Waschkowitz-Biggeleben, die stellvertretende Landrätin Elisabeth Veldhues und Vertreter der Schützenvereine und Feuerwehr. Bei der Organisation halfen die fünf Kinder und fünf Enkel des Brautpaares und unterstützten sie im Laufe des Tages.

Im Jahr ihrer Hochzeit übernahm das frisch verheiratete Paar den Vosskotten, der seit 1938 von Josef Temmes Eltern betrieben wurde. In den folgenden Jahren wurde an der Gaststätte viel umgebaut und erneuert.

Die Temmes vereinbarten Familienleben und Gastwirtschaft immer gut. Alle Kinder gingen auf ein Internat und sofern es die Zeit erlaubte, wurde zusammen etwas unternommen.

Der gebürtige Havixbecker Temme war 45 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr tätig und genoss seine monatlichen Doppelkopfrunden. „Für alles andere hatte ich nicht viel Zeit“, sagte der Diamantbräutigam.

Nachdem sein Sohn Guido 1995 die Gaststätte übernommen hatte, konnte sich das Ehepaar Temme Erholungsreisen erlauben. Nicht nur Guido, sondern auch zwei weitere Kinder und ein Enkelkind der Temmes arbeiten in der Gastronomie.

Mit der Zigarre in der Hand, auf seiner Terrasse sitzend, hat Josef immer noch einen guten Blick auf das Gasthaus direkt gegenüber.

Er berichtet von den Veränderungen: heute gibt es weniger Stammtische, dafür sehr viel mehr Silber- und Goldhochzeiten oder Geburtstagsfeiern.

Die Kegelbahnen sind noch vorhanden und gut frequentiert – doch kein Vergleich zu früher. Zum Mangel an Mitarbeitern sagt Temme: „Man muss kämpfen, um gute Kräfte zu bekommen.“

Zum Schluss verrät Josef Temme das Geheimnis der langen Ehe: „Wenn es mal ein Gewitter gab, schien die Sonne schnell wieder.“ Elisabeth, die immer an seiner Seite stand, sagt dazu: „Wir legen großen Wert auf Zusammenhalt und Wertschätzung.“

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