Sonja von Gostomski übernimmt die Leitung der Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck
Mit 17 schon Geige unterrichtet

Greven -

Für die Pädagogik hat sie sich schon früh entschieden. „Mit 17 Jahren habe ich Geige unterrichtet“, sagt Sonja von Gostomski. Mit 43 Jahren steht die Ibbenbürenerin vor größeren Aufgaben. Sie wird Nachfolgerin von Wolfgang Bernhardt. 20 Jahre hat er die Geschicke der Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck gelenkt. „Am 1. Oktober“, sagt Bernhardt, „ist endgültig Schluss.“

Donnerstag, 27.06.2019, 13:58 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 14:00 Uhr
Sonja von Gostomski (mit Blumenstrauß) nach der Wahl zur neuen Leiterin der Musikschule mit Mitgliedern des Zweckverbandes der Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck. Ihr Vorgänger Wolfgang Bernhardt (r.) geht zum 1. Oktober.
Sonja von Gostomski (mit Blumenstrauß) nach der Wahl zur neuen Leiterin der Musikschule mit Mitgliedern des Zweckverbandes der Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck. Ihr Vorgänger Wolfgang Bernhardt (r.) geht zum 1. Oktober. Foto: Günter Benning

Einstimmig gewählt wurde von Gostomski vom Zweckverband der Musikschule, dem Vertreter aller drei Gemeinden angehören. Das war auch kein Wunder, denn vorausgegangen war ein intensives Assessment-Center. 44 Bewerber hatte es insgesamt gegeben, sechs wurden zum Assessment- Center eingeladen, drei traten am Ende an. „Alle waren hoch qualifiziert“, meinte Grevens Erster Beigeordneter Cosimo Palomba. Im mehrstündigen Auswahlverfahren lag Sonja von Gostomski vorn. Die Entscheidung in der Zweckverbandsversammlung war nur noch eine Formalität.

Die Musikschule der drei Nachbargemeinden hat derzeit 1450 Schüler, 34 Pädagogen geben 450 Wochenstunden, die meisten von ihnen auf Teilzeitstelle. Dass es an ihrer künftigen Schule nur fest angestellte Musiklehrer und keine Honorarkräfte gibt, begrüßt Sonja von Gostomski besonders. Denn auch sie hatte an der Ibbenbürener Musikschule immer wieder Honorarverträge erhalten – eine landesweite Praxis, die das Leben von gut ausgebildeten Musikpädagogen besonders erschwert.

In Richtung der Personalratsvertreter im Rathaussaal erklärte Sonja von Gostomski, sie suche „den Kontakt auf Augenhöhe“ mit ihren neuen Mitarbeiter.

Was das Programm der Musikschule anging, stellte sie sich eine Weiterentwicklung in einigen Bereichen vor: „Ich finde Inklusion wichtig, man muss Menschen mit und ohne Behinderung mitnehmen.“ Zudem könnte sie sich Angebote für erwachsene Musikliebhaber vorstellen. Oder Konzerte an ungewöhnlichen Orten. Da bringt sie Erfahrung mit. In Ibbenbüren hat sie als Vorsitzende des Vereins „Kulturmotor“ die Sommerreihe „Mittwochs draußen“ etabliert: Konzerte an ungewöhnlichen Orten. Zweckverbandsvorsitzende Uschi Wilken sieht da eine Kontinuität gewahrt: „Sie strahlen dieselbe Energie aus wie unser Herr Bernhardt.“

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