Jugendliche Einbrecher vor Gericht
Durchs Dach eingestiegen

Greven -

Durch die Dachluke vom K&K-Markt waren im September 2018 zwei junge Männer aus Greven – 19 und 20 Jahre alt – eingebrochen. Dort entwendeten sie mehrere Sporttaschen und stopften sie voll mit Diebesgut im Wert von 1500 Euro. Einer von ihnen soll ein Messer und einen Schlagring mitgeführt haben.

Donnerstag, 27.06.2019, 11:57 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 12:01 Uhr

Gestern mussten sich beide mit einem weiteren 19-Jährigen, der Schmiere gestanden hatte, wegen besonders schweren Diebstahls mit Waffen vor dem Jugendschöffengericht in Rheine verantworten.

Einer der Einbrecher wurde zudem angeklagt, im August 2018 in die St. Martinus-Kirche eingedrungen zu sein, die Kameras verdreht und sich durch Aufbruch der Tür in den Orgelraum gewaltsam Zutritt verschafft zu haben. „Versuchter schwerer Diebstahl“, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft . In seiner Anhörung sagte der Angeklagte: „Wir sind da nur herumstolziert, wenn wir etwas gefunden hätten, hätten wir es mitgenommen“.

Die beiden Einbrecher wurden nach ihrem umfassenden Geständnis für zwei Jahre ohne festes Strafmaß unter Bewährung gestellt, eine Maßnahme aus dem Jugendstrafrecht. Die Verurteilten bekommen die Chance, mit einem straffreien Leben und der Erfüllung der Auflage den Eintrag in ihr Führungszeugnis zu löschen. Beide waren indes strafrechtlich vorbelastet. Dem Älteren wurde zudem ein Freizeitarrest als „Schnupperkurs“ für den Knast auferlegt. Ansonsten müssen sie nach ihren Möglichkeiten 1500 Euro in Raten zahlen oder 100 Sozialstunden ableisten „und drogenfrei leben“, wie der Richter den jüngeren Einbrecher ermahnte.

Der „Schmiere-Steher“ war von ihnen mit der Life-Schaltung eines gesonderten Handys ausgestattet worden, um bei Gefahr informiert zu werden. Er wurde „nur“ wegen Beihilfe an dem „besonders schweren Diebstahl“ zu einer Geldbuße von 600 Euro in Raten à 50 Euro verurteilt. Zum Tathergang sagte er, dass er erst, als er die Geräusche auf dem Dach hörte, begriffen habe, was da passiert. „Ich habe mir überlegt, ob ich weglaufen oder die Polizei rufen soll, habe es dann aber doch nicht gemacht“. Nach einer halben Stunde hätten die Einbrecher das Fahrzeug in den hinteren Bereich gefahren und die Beute eingeladen, davon sollte er etwas abbekommen. Sie glaubten, dass der Einbruch frühestens am nächsten Morgen bemerkt würde.

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