Umwelttag in der Kita St. Mariä Himmelfahrt
Dieser Bus ist klimafreundlich

greven -

Das ist wirklich klimafreundlich: Mit zwei zu Bussen umgebauten Bollerwagen demonstrieren schon die Kleinsten gegen die Umweltverschmutzung. Sie hatten am Donnerstag selbst gebastelte Schilder dabei, die sie fleißig schwenkten.

Samstag, 29.06.2019, 10:43 Uhr aktualisiert: 30.06.2019, 17:12 Uhr
Mitarbeiterinnen Maike Rautenstrauch (links) und Anke Riering (dritte von rechts) mit den Kindern nach der Demonstration.
Mitarbeiterinnen Maike Rautenstrauch (links) und Anke Riering (dritte von rechts) mit den Kindern nach der Demonstration. Foto: Meike Heinz

Die Mitarbeiterinnen Anke Riering (54) und Maike Rautenstrauch (23) schoben die Kinder in den Karren durch die Fußgängerzone. Die Passanten nahmen die kleine “Thursdays For Future“-Demonstration positiv auf.

In der naturpädagogischen Kita „St. Mariä Himmelfahrt “ war Umwelttag angesagt. Denn die Kita mit 76 Kindern und 15 pädagogischen Mitarbeitern fühlt sich der Ökologie verpflichtet.

Die Kinder können verschiedene Aktionen ausprobieren. Jedes Kind hat sich einen Jutebeutel gestaltet oder Seife hergestellt.

An einer Station wurden zum Beispiel Windräder gebastelt. Auf die Frage warum, antwortet Emir (6): „Wegen der Mutter Erde.“ Romy (5) fügt hinzu: „Die Mutter wird böse, wenn wir Müll liegen lassen.“

Mitarbeiterin Mareike Schulz (37) erklärt, dass man den Kindern zeigen wolle, dass man auch durch Wind Energie erzeugen könne.

„Die Umwelt ist immer ein Thema“, sagt Einrichtungsleiterin Sandra Janssen (42). Die Kinder lernen schon früh den umweltbewussten Umgang mit Lebensmitteln und anderen Dingen. Sie wachsen damit auf und fangen an, das Fleischessen nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen.

Aus diesem Grund gibt es auch nur zwei Mal pro Woche Fleisch. Außerdem lässt sich die Kita Körner für Mehl liefern, mit dessen Hilfe sie ihr eigenes Brot backt. „Das lernen die Kinder hier kennen“, sagt Janssen.

Das große Außengelände der Kita eignet sich perfekt zum Spielen und ist sehr naturbelassen. Von 7 Uhr in der Früh bis 17 Uhr am Nachmittag können die Kinder hier das umweltgeschützte Ambiente genießen.

„Der ist besser für die Umwelt“, sagt Amelie (5) und hält eine Makkaroni in der Hand. Mitarbeiterin Birgit Beuing (34) erklärt den Kindern, dass eine Makkaroni genauso gut funktioniert, wie ein Strohhalm. Außerdem ist sie im Gegensatz zum Strohhalm essbar. „Und schmeckt‘s?“, fragt Leo (5) und stößt bei den anderen auf eifriges Nicken.

„Auf das Müllkommando hört mittlerweile fast jeder“, sagt Mitarbeiterin Svenja Schreiber (25). Zusammen mit Michaela Möllers (33) war sie mit den älteren Kindern Müllsammeln. „Das läuft hier alles Tipptop von vorne bis hinten“, sagt Möllers.

Hier leben und lernen alle mit einem Mottolied mit Ohrwurm-Potenzial: „Unsere neue Taktik ist weniger Plastik.“

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