Veranstaltungsreiches Wochenende ohne Zwischenfälle
Wenn sich eine Stadt fast verdoppelt

Greven -

Was für ein Wochenende: So viele Menschen in Greven an einem Wochenende hat es wohl in der Geschichte der Emsstadt noch nie gegeben. Und das Schönste dabei: Alles ist ohne größere Probleme über die Bühne gegangen.

Dienstag, 02.07.2019, 08:27 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 10:33 Uhr
Allein die drei Veranstaltungen am Beach lockten über 6000 Menschen nach Greven.
Allein die drei Veranstaltungen am Beach lockten über 6000 Menschen nach Greven. Foto: Peter Beckmann

Angefangen hat es am Freitag. Das Chorfestival mit 400 Sängern am Emsstrand besuchten nach Schätzung von Peter Hamelmann von Greven Marketing zwischen 1000 und 1500 Zuschauer. „Das ist alles prima abgelaufen“, erklärte er und freute sich vor allem, dass der Zeitrahmen eingehalten werden konnte. „Das war im vergangenen Jahr anders und das war nicht schön für die Chöre, die am Schluss auftreten mussten.“

Ebenfalls am Freitag reisten die ersten Mannschaften mit Anhang für das Sommerturnier bei der DJK an. Insgesamt kamen da am Samstag und Sonntag 1200 Menschen zusammen.

Am Samstag wurde es dann mal so richtig voll im Städtchen. In der Schöneflieth fand das Fußball-Turnier der Firma Fiege statt, insgesamt 2000 Menschen nahmen teil. Am Beach waren es beim Festival mit „Regatta meets Sting“ und Eric Burdon rund 3000 Menschen. „Damit kommen wir finanziell über die Runden“, zeigte sich Albert Sahle vom Beatclub mit der Resonanz zufrieden.

Für ihn persönlich sei das Konzert von Eric Burdon das beste gewesen, was bislang am Beach stattgefunden hat. „Unglaublich, was der Mann in diesem Alter noch abliefert.“

Ein wenig Ärger hat es am Emsdeich auf der anderen Seite der Ems gegeben, ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Dort hatten sich rund 30 „Schwarz“-Hörer versammelt, die mit Hinweis auf das Naturschutzgebiet von der Security aufgefordert wurden, den Bereich zu verlassen. Aber erst als die Polizei hinzugerufen wurde, kamen sie der Aufforderung nach.

Aber sonst lief alles gut, selbst die Parkplatzprobleme hielten sich wohl in Grenzen. „Der Beatclub hat aber auch ein vorbildliches Parkleitsystem auf die Beine gestellt“, lobte Hamelmann.

Und dann schließlich der Sonntag. Zum Klassik-Open-Air kamen etwa 1700 Menschen. Auch hier eine große Zufriedenheit. „Es hat alles gut geklappt, trotz des notwendigen Großeinsatzes der Technik“, sagte Egon Koling von der Kulturinitiative. So seien beispielsweise 120 Mikrofone aufgebaut worden. „Das war schon ein riesiger Aufwand.“

Das hat aber auch zum Ergebnis, dass die KI trotz zusätzlicher Sponsoren nicht plus-minus Null aus der Sache heraus gekommen ist. „Wir haben einen Verlust eingefahren, aber in einem übersichtlichen und einkalkulierten Rahmen“, sagte Koling.

Tja, wenn man dann noch den Familientag am FMO mit dazu zählt, der am Sonntag über die Bühne ging, und zu dem 17 000 Zuschauer kamen, hat man an einem Wochenende die Einwohnerzahl Grevens fast verdoppelt – zumindest rein rechnerisch.

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