Wieder Feueralarm in der Gronenburg
Höchste Feuergefahr wegen Trockenheit

Greven -

Gestern brannte es wieder. Gegen 11.52 Uhr musste ein Löschzug der Feuerwehr Greven erneut in Richtung Gronenburg aufbrechen. „Es war nicht die gleiche Brandstelle wie am Wochenende“, hieß es anschließend in der Leitstelle, „aber es kann durchaus sein, dass sich Funken verteilt haben.“ Dabei können neue Brände lange nach dem Ursprungsfeuer neu entstehen.

Dienstag, 23.07.2019, 07:59 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 08:01 Uhr
Löscharbeiten nach dem Waldbrand in der Gronenburg. Am Montagmittag wurde die Feuerwehr erneut in den Wald gerufen.
Löscharbeiten nach dem Waldbrand in der Gronenburg. Am Montagmittag wurde die Feuerwehr erneut in den Wald gerufen. Foto: Feuerwehr Greven

Einige Meter weiter hatte am Wochenende ein großer Holzstapel Feuer gefangen. „Das Holz brennt leicht, es ist knochentrocken“, sagt Reinhard Holt , ehrenamtlicher Wehrführer der Grevener Feuerwehr .

Der Einsatz im Wald stellt die Wehr vor besondere Herausforderungen. Pro Minute wurden an die 1000 Liter Löschwasser verbraucht. Als die Feuerwehr mit ihren Tanklöschfahrzeugen am Einsatzort war, hatte sie rund 20 000 Liter im Gepäck. Der Rest musste über eine rund 800 Meter lange Schlauchleitung von der Straße „An der Landwehr“ herangeführt werden.

Außerdem wurde ein Pendelverkehr mit den TLF eingesetzt.

Im knalltrockenen Sommer 2018 hatte die Saerbecker Feuerwehr immer wieder den – gereinigten – Güllewagen eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmens im Einsatz. „Über solch eine Lösung sprechen wir auch“, sagt Holt. Ein Unternehmen, mit dem man im Gespräch war, hat einen Tankwagen, der 30 000 Liter fasst. „Aber der ist jetzt natürlich für die Landwirte im Einsatz.“

Insgesamt schätzt der Feuerwehrchef, dass für den Einsatz im Wald zwischen 70 000 und 80 000 Liter Wasser verbraucht wurden.

Im vergangenen Jahr wurde die Wehr immer wieder zu Vegetationsbränden gerufen, in jüngster Zeit ärgert sie sich über eine Serie von Kleinbränden im Bereich des Emsdeichs. „Wenn das an der gleichen Stelle immer wieder passier“, meint Holt, „liegt die Vermutung nahe, dass das kein Zufall ist.“

Auch im Wald sei eine Selbstentzündung des Holzes „sehr unwahrscheinlich“. Die Feuerwehr geht in vielen Fällen von Nachlässigkeit aus. „Wenn man heute im Wald raucht“, sagt Holt, „kann man die Leute nicht verstehen.“

Generell werde die Feuerwehr in jüngster Zeit stärker belastet. Holt mahnt zur Vorsicht und Rücksicht: „Wir machen das hier ja schließlich alles ehrenamtlich.“

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