Stellungnahme der CDU
„Stadtentwicklung ist erforderlich“

Greven -

Die Diskussion über Stadtentwicklung und neue Wohngebiete geht weiter. Jetzt nimmt die CDU Stellung zur Kritik des Wifo.

Freitag, 26.07.2019, 20:00 Uhr
Fraktionschef Jürgen Diesfeld.
Fraktionschef Jürgen Diesfeld. Foto: Günter Benning

Auch für die Grevener CDU ist das Bevölkerungswachstum Grevens ein großes Thema. In einer Stellungnahme nimmt die Rats-Fraktion Stellung zur Kritik des Wirtschaftsforums Wifo in den WN vom 23. Juli zum Thema: Greven – wohin?

„Die Berichterstattung zur Bevölkerungsstatistik in den WN zeigt auf, dass Greven deutlich wachsen wird“, heißt es darin, „ausdrücklich wird aber darauf hingewiesen, dass es sich dabei um eine Modellrechnung handelt, die keine präzise eintreffende Entwicklung abbildet.“

„Für die im Kommentar von Peter Beckmann gestellten Fragen, ob Greven weiter wachsen will und welche finanziellen Auswirkungen für Kindergärten, Schulen, soziale Einrichtungen und Straßen das haben wird, muss es eine Grundsatzentscheidung geben, wohin sich die Stadt entwickeln kann und will“, meint die Fraktion in ihrer Stellungnahme.

Grevens Wachstum werde ganz wesentlich von der Entwicklung des Oberzentrums Münster abhängen. Wenn Münsters Nachfrage durch günstigeres Bauland in Greven abgedeckt werde, „werden wir hier wachsen ohne Ende. Mit all den Konsequenzen für unsere Stadt, inklusive weiterer Verschuldung.“

Die Frage nach dem „Beginn der Reise“ für die Stadt Greven stelle sich so nicht, heißt es von der CDU-Ratsfraktion.

Wichtiger erscheine die Antwort auf die Fragen: Wohin wollen wir? Wollen wir Wachstum durch Verdichtung in den Quartieren? Wollen wir Wachstum durch Mehrfamilienhaus-Bebauung in neuen Baugebieten?

„Stadtentwicklung im eigentlichen Sinn ist erforderlich“, meint die CDU-Fraktion. Dazu gehöre auch, dass Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung intensiv über gute und zukunftsfähige Lösungen diskutierten und diese dann auf den Weg brächten.

Die Wohnraumentwicklung werde, jedenfalls von den Mitgliedern der CDU-Fraktion, weder blockiert noch verzögert: „Die Diskussionen sollen und werden dazu führen, beste Lösungen zu finden.“

Den Vorwurf, bereits mit Blick auf die kommenden Kommunalwahlen zu agieren, weist die CDU zurück: „Ausdrücklich möchten wir den vermuteten Wahlkampfmodus als nicht zutreffend bezeichnen. So schlicht und so einfach lassen sich politische Diskussionen nicht in eine Schublade stecken.“

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