Caritas baut neues Wohnheim für Menschen mit Behinderungen
Eine Reaktion auf das WTG

Reckenfeld -

In Reckenfeld baut die Caritas ein neues Wohnheim mit 24 Wohnungen für Menschen mit Behinderung.

Mittwoch, 31.07.2019, 06:12 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 06:20 Uhr
Die Arbeiten für das Caritas-Wohnheim sind angelaufen. Caritas und Architekt rechnen damit, dass Ende des kommenden Jahres die Bewohner einziehen können.
Die Arbeiten für das Caritas-Wohnheim sind angelaufen. Caritas und Architekt rechnen damit, dass Ende des kommenden Jahres die Bewohner einziehen können. Foto: ros

Wohnungen und Plätze in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen sind gefragt. In Reckenfeld an der Beethoven­straße baut der Caritasverband Emsdetten-Greven ein Wohnheim mit 24 Plätze und daran angrenzend ein Gebäude, in dem 21 Plätze für eine sogenannte Tagesstruktur entstehen. Mehr Wohnraum für Menschen mit Behinderungen bringt das allerdings nicht.

Seit Anfang des Monats sind die Bauarbeiter bei der Arbeit. Das Architekturbüro Schlüter rechnet für Ende des kommenden Jahres mit der Fertigstellung der Gebäude. Dann können 24 Menschen mit Behinderungen dort einziehen.

Die Plätze allerdings sind alle schon vergeben. Nein, nicht im stillen Kämmerlein. „Wir reagieren mit diesem Neubau auf die Bestimmungen des Wohn- und Teilhabegesetz (WTG)“, verdeutlichte Doris Abeler, Vorstand Verwaltung und Finanzen des Caritasverbandes Emsdetten-Greven.

In dem Gesetz heißt es im Paragrafen 20, Absatz 1: Die Gestaltung der Wohn- und Gemeinschaftsräume muss sich insbesondere im Hinblick auf Wohnlichkeit, Raumangebot, Sicherheit, Möglichkeiten der Orientierung und das Recht auf Privatsphäre an den Bedürfnissen von älteren Menschen, Menschen mit Behinderung und pflegebedürftigen Menschen auf gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ausrichten und soll ein an den Maßstäben des Alltags eines häuslichen Lebens orientiertes Zusammenleben in kleinen Gruppen erlauben und fördern. Und im Absatz 3 ist geregelt, dass der Anteil der Einzelzimmer bei mindestens 80 von Hundert innerhalb eines Gebäudes oder eines räumlich verbundenen Gebäudekomplexes liegen muss.

Und deshalb braucht die Caritas die neu geschaffenen Wohnräume für die Bewohner ihrer Einrichtungen in Greven – hier das Haus Tobias – und Emsdetten. „Da müssen einige Bewohner nach Reckenfeld umziehen, damit wir diesen Bestimmungen gerecht werden können“, verdeutlichte Abeler.

In dem Gebäude für die Tagesstruktur werden Menschen mit Behinderung beschäftigt, die nicht in den Behindertenwerkstätten arbeiten können.

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