Am Bahnhof und am Rathaus bleiben die Parkplätze leer
Zwei mal Carsharing eingestellt

Greven/Reckenfeld -

Carsharing in Greven – das ist scheinbar kein Erfolgsmodell. Nachdem seit einiger Zeit der münsterische Anbieter „Stadtteilauto“ seinen Platz am Rathaus geräumt hat, gibt jetzt auch Mazda am Bahnhof und am Reckenfelder Kirchplatz auf.

Dienstag, 06.08.2019, 11:00 Uhr
Der Mazda CX-5 ist nicht mehr auf dem Parkplatz am Bahnhof zu finden.
Der Mazda CX-5 ist nicht mehr auf dem Parkplatz am Bahnhof zu finden. Foto: privat

Seit dem 1. August ist kein Auto mehr auf dem Parkplatz zwischen dem Grevener Bahnhof und der Fußgängerbrücke zu finden und auch in Reckenfeld am Kirchplatz kann der Mazda CX-3 nicht mehr gebucht werden. Die Mietwagen wurden dort über die Bahn-App Flinkster angeboten – ein Programm, das bundesweit moderne Mobilität organisieren will.

Leihtechnik ohne Schlüsselübergabe

Das Konzept: Nach kurzer Registrierung buchte man ein Auto online oder über eine Hotline. Das Auto ließ sich mit der App oder der Kundenkarte bequem öffnen. Nach der Fahrt musste man es nur wieder dort abstellen, wo es abgeholt wurde. Die Leihtechnik ohne Schlüsselübergabe – das klang für die Kooperationspartner vielversprechend.

Kooperationsprojekt gescheitert

Doch das bundesweite Kooperationsprojekt von Flinkster, Lidl und Mazda ist gescheitert – zumindest in den ländlicheren Regionen. Die Ergebnisse der Auswertung nach der einjährigen Testphase seien deutlich gewesen, heißt es im Grevener Autohaus Neyer . Der Geschäftsführer Axel Neyer kann sich aber vorstellen, dass Mazda-Carsharing noch mal wieder zurück nach Greven komme. „Das hängt aber auch davon ab, wie sich das Carsharing allgemein weiterentwickeln wird“, betont Neyer, der die Mazda-Fahrzeuge in Greven betreut hatte.

„Wir stellen mit Flinkster nur eine Plattform und arbeiten mit 30 Partnern bundesweit zusammen“, erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn. Der Markt sei in Bewegung, jeder probiere aus und es könne sein, dass Carsharing in Großstädten eben lukrativer sei als in Kleinstädten.

Taufrische Entscheidung

Bei Mazda Deutschland ist die Entscheidung taufrisch. „Wir arbeiten an einem gemeinsamen offiziellen Statement, das unsere Entscheidung rechtfertigt“, berichtet Annika Heisler von Mazda Motors Deutschland auf Nachfrage unserer Zeitung. In Großstädten werde das Mazda-Carsharing weiter angeboten, erklärt sie. Dort wurden die Leihwagen offenbar ausreichend genutzt.

Die Nutzung ist nicht ausreichend gewesen.

Stadtteilauto-Mitarbeiterin

Mazda-Carsharing ist nicht das erste Projekt, das in Greven eingestellt wurde. Auch der Anbieter „Stadtteilauto“ aus Münster hat sein Angebot eingestellt. „Die Nutzung ist nicht ausreichend gewesen“, teilte eine Mitarbeiterin mit.

Stadtwerke alleine auf dem Markt

Die Stadtwerke haben den Markt nun für sich allein. Sie verleihen in Greven seit drei Monaten E-Mobile – aber nur an Stadtwerkekunden. „Wir haben viele Neukunden und das Interesse ist auch da“, sagt Stadtwerke-Mitarbeiter Johannes Engbruch.

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