DJK: Neuer Kunstrasenbelag bestellt
Jetzt Gummi – aber Kork als Option

Greven -

Noch ruhen die Arbeiten am DJK-Kunstrasenplatz. Aber: Die Stadt hat eine Lösung gefunden, so dass die Arbeiten in absehbarer Zeit wieder aufgenommen werden könnten.

Samstag, 10.08.2019, 16:51 Uhr aktualisiert: 10.08.2019, 17:00 Uhr
Das schon bereitstehende Gummigranulat wird auch verbaut. Jedoch wird ein anderes Rasengeflecht als ursprünglich geplant verwendet, was einen späteren Austausch gegen Kork möglich macht.
Das schon bereitstehende Gummigranulat wird auch verbaut. Jedoch wird ein anderes Rasengeflecht als ursprünglich geplant verwendet, was einen späteren Austausch gegen Kork möglich macht. Foto: Oliver Hengst

Zum Hintergrund: Zweifel über die Tauglichkeit des gelieferten Kunstrasenbelages hatten die Bauarbeiten zum Erliegen gebracht. Zwischenzeitlich hatte eine Debatte über ein mögliches EU-weites Verbot von Kunststoffgranulat (das auf dem Rasen verteilt wird) für weitere Verunsicherung gesorgt.

Eine Laborprüfung des Kunstrasens hat ergeben, dass das Material nicht den geforderten und vereinbarten Ansprüchen genügt (wir berichteten). Die Stadt ist daraufhin nach Auskunft der städtischen Pressestelle „in Verhandlungen mit der ausführenden Firma getreten und konnte erreichen, dass das beanstandete Material zurückgenommen wird“. Mehr noch: Anfang dieser Woche hat die Stadt die Firma beauftragt, einen neuen Kunstrasenbelag zu liefern, „der grundsätzlich deutlich höherwertig ist und sogar den nachträglichen Einbau von Kork als Füllmaterial erlauben würde, sollte es tatsächlich einmal zu einem EU-weiten Verbot von Kunststoff als Füllmaterial für Kunstrasenplätze kommen“. Sprich: Das schon bereitliegende Gummigranulat wird wie geplant verwendet, ein Umschwenken auf Kork wird es (zumindest jetzt) nicht geben.

Einen konkreten Zeitpunkt, wann der neue Kunstrasenplatz nutzbar ist, vermag die Stadt noch nicht zu benennen. Derzeit warte man auf die Angebotsbestätigung der Firma. Wann das neue Material dann tatsächlich geliefert werden könne, lasse sich im Moment nicht absehen, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung. Wann der Ball endlich rollen kann, steht somit nach wie vor in den Sternen.

Der Kunstrasenplatz ersetzt den bisherigen Asche-Platz an selber Stelle. Die neue Spielfläche hätte ursprünglich schon zum traditionellen DJK-Sommerturnier( 75 Mannschaften, 1000 Zeltgäste) im Juni zur Verfügung stehen sollen. Der Baustopp machte den Sportlern aber einen dicken Strich durch die Rechnung. Dass der Kunstrasenplatz nun auch zum Start der bald beginnenden Saison nicht zur Verfügung steht, erfordert weiterhin das Improvisationstalent der DJK.

Das neue Rasenmaterial wird die gesamte Maßnahme um etwa 5 Prozent teurer machen als geplant (Mehrkosten rund 30 000 Euro). Ursprünglich war die Stadt von rund 500 000 Euro ausgegangen.

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