Regierungspräsidentin Dorothee Feller an der Freilichtbühne
20 000er-Marke wird geknackt

Reckenfeld -

Es war ihr erster Besuch – einer, der Wirkung zeigte. Regierungspräsidentin Dorothee Feller überzeugte sich gestern an der Freilichtbühne vom großen ehrenamtlichen Engagement.

Montag, 12.08.2019, 23:32 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 14:48 Uhr
Regierungspräsidentin Dorothee Feller nahm probeweise in der ersten Reihe Platz.
Regierungspräsidentin Dorothee Feller nahm probeweise in der ersten Reihe Platz.

„Wir haben da mal was vorbereitet“, sagte Patric Sohrt , als er Regierungspräsidentin Dorothee Feller und weitere Gäste aufs Gelände führte. „Das sieht man“, entgegnete Feller trocken – und meinte damit die spektakuläre Rauchsäule in ihrem Rücken.

Doch nicht das Großfeuer in der Emsdettener Nachbarschaft war Anlass ihres Besuches in Reckenfeld, sondern die Freilichtbühne. Die Aktiven stellten Aktivitäten und Gebäude vor. Alles scheinbar selbstverständlich. Bis die Chefin der münsterischen Behörde klarstellte: „Ich möchte Ihnen einmal meinen Dank aussprechen dafür, dass sie das alles ehrenamtlich hinbekommen.“ „Och“, sagte Bühnen-Vorsitzender Sohrt und zuckte mit den Schultern. „Nee, nee. Das ist alles andere als selbstverständlich.“

Dorothee Feller erhielt Einblicke, die „normale“ Besucher sonst nicht bekommen – oder allenfalls beim Tag der offenen Bühne. In Begleitung von Bürgermeister Peter Vennemeyer, Cosimo Palomba (Beigeordneter) und Beate Tenhaken (Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung) und weiteren Gästen ließ sich Feller die Bühne, die Maske und das Spielerheim zeigen. Letzteres soll übrigens in Teilen durch einen Neubau ersetzt werden (Bericht dazu folgt). In der Maske erfuhr der Besuch, wie aufwendig es ist, die Darsteller für das schrille Musical „Käfig voller Narren“ vorzubereiten. Die Hauptdarsteller der Abendvorstellungen müssen sich bereits gegen 17 Uhr in der Maske einfinden. Damit ein professionelles Make-Up gelingt, investieren die Ehrenamtlichen viel Zeit, um Fortbildungen zu besuchen.

Auch ohne die Bühnenbildner ginge nichts. „Die zaubern uns immer wieder unglaubliche Dinge dahin“, lobte Sohrt die Mitstreiter. Manchmal müsse man bettlen und bisweilen auch anerkennen, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Doch das Ergebnis der Bühnenbildner sei jedes Jahr ein Highlight.

Das regenarme Sommerwetter spielt der Bühne in diesem Jahr in die Karten. Es habe noch keine einzige Regenvorstellung gegeben. „Wir kommen auf über 20 000 Besucher“, ist sich Bühnen-Geschäftsführerin Petra Niepel deshalb sicher. „Das ist schon sehr gut“, ordnete Fiet Krause (zweiter Vorsitzender) ein.

Kehrseite der aktuellen Trockenheit: Der Eichenprozessionsspinner hat auch das Bühnengelände heimgesucht. Karl-Heinz „Kalle“ Peters, der an der Bühne so ziemlich alles erledigt, hat „sicher an die 50“ Nester entfernt.

Viel Aufwand auf, neben und hinter der Bühne. Aufwand, den Feller unter anderem mit Blick auf die Jugendarbeit des Vereins würdigte.

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