Über Strahlung und was sie mit dem Mensch macht
„Negative Wirkung wird potenziert“

Greven -

st die Strahlung, die von Mobilfunkantennen und den Handys selbst ausgehen gefährlich? Da streiten sich die Gelehrten, die Grevener Gaby Asche ist sich aber sich. Sie beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema und sieht mit dem 5G-Netz noch Schlimmeres kommen.

Sonntag, 18.08.2019, 07:36 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 07:50 Uhr
Mobilfunkmasten werden in den Städten gerne auf die Dächer der Hochhäuser gestellt. In Greven zum Beispiel am Emsweg und am Ostring 20. Gabriele Asche (kleines Bild) befürchtet, dass mit dem neuen 5G-Standard die negativen Auswirkungen der Strahlung noch zunehmen.
Mobilfunkmasten werden in den Städten gerne auf die Dächer der Hochhäuser gestellt. In Greven zum Beispiel am Emsweg und am Ostring 20. Gabriele Asche (kleines Bild) befürchtet, dass mit dem neuen 5G-Standard die negativen Auswirkungen der Strahlung noch zunehmen. Foto: Daniel Reinhardt

Gabriele Asche vergleicht es mit den Schuhgeschäften in alter Zeit. „Da wurden früher immer mal wieder die Kinderfüße geröntgt, um die Schuhgröße zu ermitteln.“ Damals habe man es nicht besser gewusst, heute schlage man ob der Röntgenstrahlung, der Kinder und Verkäuferinnen ausgesetzt waren, die Hände über dem Kopf zusammen. „Und was ist mit 5G?“

Gabriele Asche ist Förderschullehrerin in der Grundschule in Laer. Vor rund 25 Jahren traf sie den Wissenschaftler Reinhard Wiggenhauser . „Der sagte mir bei der Begegnung, ich habe die Begabung, ungünstige Einflüsse auf den Menschen zu erspüren“, erinnert sich die Grevenerin. Damals gab es noch keine Handys, kein W-Lan, da ging es um schädliche Erdstrahlungen. „Damals waren noch häufig Rutengänger unterwegs, die genau diese Strahlung aufspüren“, erklärt Asche.

Aber ein Rutengänger sei sie nicht. „Nein, ich sehe und spüre Störfelder, die wie eine Art schwarzes Loch die Lebenskraft absaugen.“ Hört sich mystisch an, hat den Geruch von Hokuspokus. „Aber genau da sehe ich mich nicht“, verdeutlicht Asche.

Sie, die sich mit Strahlung beschäftigt, weist auf das Problem hin. „Man kann diese Strahlung nicht sehen, nicht hören, nicht schmecken, es ist mit den normalen Sinnen nicht erfassbar.“ Aber: In Bezug auf das System Mensch gebe es förderliche, unterstützende und kraftraubende Strahlung. Und das könne schwere Auswirkungen haben. Schlafstörungen, Burn-Out, Depressionen, Tinnitus und verschiedene körperliche Symptome – all das könne Ergebnis schlechter Strahlung sein. „Es sind oft Beschwerden, deren Ursache die Schulmedizin nicht erklären kann.“

Sie geht in die Häuser und nimmt wahr, wo gute und wo weniger gute Plätze sind und beobachtet, in welcher Verfassung die Menschen sind. Hierbei hilft ein angeschafftes Gerät, das die elektromagnetische Störfrequenz visuell und auditiv aufzeigt. „Aber man kann dabei nie eine lineare Ursachenkette feststellen. Das macht es so schwierig.“ Denn neben der schädlichen Erdstrahlung sind durch Handys, Handymasten, W-Lan, DECT-Telefone, Induktionsherdplatten und Mikrowellen viele Strahlungsquellen hinzu gekommen. „Es sind viele Einflüsse, die den Menschen schädigen können.“

Sie beobachte in der Schule oft gereizte, nicht erholte oder emotional-sozial auffällige Kinder. „Die berichten von Einschlafstörungen oder erzählen von Alpträumen – das alles kann mit einer schädlichen Strahlung zusammen hängen“, erklärt sie. Wenn dann Erdstrahlung, W-Lan und Handystrahlung zusammen kämen, müsse der Mensch viel aushalten, da werde ihm Kraft und Lebensfreude entzogen.

Die Menschen früher hätten sich bei der Suche nach einem Schlafplatz oder einen Platz für ein Haus auf ihre Tiere verlassen. „Da wo sich Schafe, Pferde oder Hunde hinlegten, war eine gute Stelle.“

Erstaunlich: Gabriele Asche hat selbst ein Handy. „Darauf will ich auch nicht verzichten“, sagt sie. Doch: Bei ihr befindet sich das Handy meistens im Flugzeug-Modus. „Es reicht doch, wenn ich alle zwei oder drei Stunden nachschaue.“ Zusätzlich sind Handy, DECT-Telefon, ja das ganze Haus mit so genannten Transmittern gesichert. die den negativen Einflüssen der standortbedingten Störzonen entgegenwirken oder sie neutralisieren sollen.

Ist all das Humbug? Ist Strahlung wirklich so schlimm? „Jeder weiß, dass die Handystrahlung nicht gut ist“, sagt Asche. Es gebe über 470 Studien aus verschiedenen Ländern, die das beweisen würden. „Man kann sogar nachweisen, dass sich die Handynutzung negativ auf die Blutstruktur auswirkt.“

Und sie macht ein kleines Experiment, einen so genannten kinesiologischen Muskeltest, den sogar die Sportler an der Uni Köln nutzen. Gabriele Asche versucht den ausgestreckten Arm des Schreibers dieser Zeilen nach unten zu drücken, scheitert aber. Dann kommt das eingeschaltete Handy ins Spiel. Das wird gegen die sogenannte Thymus-Drüse in Mitten der Brust gehalten, dann derselbe Versuch den Arm herunter zu drücken. Mit Erfolg, man kann sich nicht dagegen wehren. „Die Strahlung entzieht dem System Mensch die Kraft“, erklärt Asche.

Tolle Aussichten angesichts der Tatsache, dass bald auch in Deutschland das 5G-Handynetz ausgebaut wird. „5G wird die negative Wirkung der Strahlung noch potenzieren“, sagt Asche voraus. „Die breite Bevölkerung wird dann möglicherweise erst bemerken, dass es ihr deutlich schlechter geht.“ Und das Schlimme sei, dass man sich dagegen kaum schützen könne.

Und Gabriele Asche stellt zum Schluss eine rhetorische Frage: „5G könnte viele technische Fortschritte bringen. Aber wollen wir wirklich eine Weiterentwicklung der Technik um jeden Preis? Können wir nicht im Vorhinein die Strahlung so umwandeln, dass sie unschädlich für den Organismus Mensch ist? Denken wir an die Kinder, deren Gehirn sich erst noch entwickelt.“

Und Asche erinnert an die Kinderfüße, die früher immer und immer wieder geröntgt wurden . . .

 

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