Metal und Punk mitten in der Stadt
Hinterhofmusik mal anders

Greven -

Die Vorbereitungen für das Backyard-Festival im Innenhof der GBS laufen auf Hochtouren. Die schwedische Female-Frontband „Eleine“ ist einer der Headliner des Backyard Festivals.

Sonntag, 18.08.2019, 11:36 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 13:00 Uhr
Freuen sich unter anderem auf die Gruppe „Eleine“ (v.l.): Wolfgang Bernhard (Musikschulleiter), Christian Tophoff (Kreissparkasse Steinfurt), Daniel Dinkels (Emsboom), Carina Verhufen (Emsboom), Georg Dodt (Stadt Greven, Leiter Karderie).
Freuen sich unter anderem auf die Gruppe „Eleine“ (v.l.): Wolfgang Bernhard (Musikschulleiter), Christian Tophoff (Kreissparkasse Steinfurt), Daniel Dinkels (Emsboom), Carina Verhufen (Emsboom), Georg Dodt (Stadt Greven, Leiter Karderie). Foto: Sina-Marie Hofmann

„Die wunderschöne, klare Stimme von Frontfrau Madeleine Liljestam in Kontrast zu den harten Klängen der Instrumente macht die Musik besonders“, beschreibt Carina Verhufen , Vorstandsmitglied der Konzertinitiative Emsboom, die schwedische Female-Frontband „Eleine“ – einer der Headliner des Backyard Festivals.

In diesem Jahr, am 7. September, feiert das Festival sein großes Jubiläum: Zehn Jahre wird es nun schon von der Jugendinitiativgruppe organisiert. Unterstützt werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von dem Jugendkulturzentrum Karderie, dem Stadtjugendring, der Abenteuerkiste, der Lebenshilfe im Kreis Steinfurt und der Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck. Gesponsert werden sie von der Kreissparkasse Steinfurt und dem Jugendamt der Stadt Greven. Zusammen mit den Kooperationspartnern organisieren circa 40 junge Menschen das Festival – von der Bühnen- und Bandbeschaffung bis hin zur Unterbringung und Verpflegung der Bands.

Und das ist gar nicht mehr so einfach, wie Verhufen erklärt: „In der Metalszene leben fast alle Musiker vegan, da ist eine vegetarische Ernährung schon fast out.“ So müssen sie sich wohl tierfreie Rezepte heraussuchen – denn beim Backyard Festival werde noch alles „frisch in der Küche zubereitet.“

Für dieses Jahr hat Emsboom nicht nur Metal- und Hardcore-Bands organisiert, sondern auch Punkbands. „Um auch jeden abzuholen“, erklärt Verhufen. Außerdem gebe es immer wieder Neuerungen in der Metalmusik, mit der man mitgehen müsse. „Der Musikgeschmack der Jugend ändert sich“, meint Georg Dodt , der Leiter der Karderie. „Wir können uns vorstellen, noch weiter in den Rock- und Popbereich zu gehen. Dass wir in den Rap-Bereich gehen, bezweifel ich aber noch“, erzählt Vorstandsmitglied Daniel Dinkels .

Große Headliner, verknüpft mit regionalen Bands machen die Mischung dann perfekt. „Man muss regional denken und unterstützen“, erklärt Dinkels. So treten neben den großen internationalen Headlinern „Eleine“ und „Cypecore“ auch regionale Bands wie „Hal Johnson“, „Weathered“, „Taskforce Toxicator“, „Klabusterbend“, „Wutgeschoss“ und „The wild playing Koalas“ auf. „Auch für die regionalen Bands ist die Veranstaltung von Vorteil: So können sie Kontakte knüpfen,“ meint Musikschulleiter Wolfgang Bernhardt.

Die aus dem Großraum Mannheim stammende Metalband „Cypercore“ beispielsweise spielte schon auf Festivals wie Wacken und weiteren Großfestivals in Deutschland und Europa. Ebenso haben sie mit ihrem Album „The Alliance“ die diesjährigen Albumcharts aufgemischt.

„Das wird laut, heftig und kräftig“, sagt Bernhardt dazu. Georg Dodt: „Das ist jedes Jahr aufs neue eine Wundertüte.“

Für den 7. September erwarten die Organisatoren um die 500 Besucher im Innenhof des GBS Kulturzentrums. Einlass ist ab 13.30 Uhr. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. „Bis 23 Uhr darf krach gemacht werden“, erklärt Musikschulleiter Bernhardt. Die Karten kann man im Vorverkauf unter www.localticketing.de oder bei Greven Marketing für zehn Euro erwerben. An der Abendkasse kostet eine Karte 14 Euro.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Wieso dieses in neonpink leuchtende Plakat? Dinkels meint: „Es muss einfach auffallen.“

Und das wird es sicher. Denn mit der großartigen Organisation und den verschiedenen, qualitativ guten Bands kann das Backyard Festival nur ein Erfolg werden.

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