Rückmeldungen von Reckenfeldern
„Wir sind froh wenn das Jahr rum ist“

Reckenfeld -

Nach einem Facebook-Aufruf in der Gruppe „Wir sind Reckenfeld“ haben zahlreiche Betroffene ihre Meinung geäußert, die wir mit Einwilligung der jeweiligen Personen in Auszügen wiedergeben:

Dienstag, 20.08.2019, 15:35 Uhr
Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt (hier ein älteres Bild) machen Umleitungen nötig.
Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt (hier ein älteres Bild) machen Umleitungen nötig. Foto: Oliver Hengst

Christian Hoffmann : Ich meide den Aldi seit den Bauarbeiten. Hab einfach keine Lust durch die Umgehungsstraßen zu dümpeln.

Vanessa Rudolph : Ich mach drei xxx wenn es vorbei ist. Autofahrer, die keine Limits mehr kennen, unverschämt werden, wenn man sie maßregelt oder gar mit Kinderwagen zum Bremsen nötigt . . . Auffällig ist leider, dass diese Fahrer nicht nur in den Seitenstraße vergessen haben, was sie in der Fahrschulen gelernt haben. Kaum sind die Bauarbeiter von der Baustelle verschwunden, schwups mit 70 Sachen durch die Baustelle, über den Gehweg, fahren egal wo und wie! Gerade nicht Ortsansässige sind hier sehr dreist. Wenn nun der nächste Abschnitt dran kommt, bin ich gespannt, was dann für Exoten auf unseren Straßen in Reckenfeld unterwegs sind. Aber, ich gebe nicht auf, mit Kinderwagen und Croozer arbeite ich weiter an der Verkehrserziehung.

Jenny Witzke: Vielleicht erhört auch jemand mal die Menschen, die diese Umwege fahren müssen. Ich zum Beispiel nehme täglich ein paar Minuten mehr Fahrweg aufgrund der Baustelle in Kauf. Vor allem zur Hauptverkehrszeit ist es teilweise nervenaufreibend. Und ich muss dazu sagen, dass ich mich an die vorgegebene Geschwindigkeit halte und trotzdem von Anwohnern beschimpft werde oder man springt mir vor das Auto. Natürlich kann ich euren Unmut nachvollziehen, dennoch sollte man mit Respekt und Anstand miteinander umgehen.

Nicole Rose: Wibbeltweg und die anderen Dichterstraßen werden mit einem Tempo befahren, das nicht mehr lustig ist. Schulbusse von Weilke rasen wie immer. Aber ich fahre gerne dort mit Schrittgeschwindigkeit, vor allem wenn ich andere Autofahrer hinter mir habe, die dann versuchen in meinen Kofferraum zu kriechen oder sogar hupen.

Gudrun Bartschat: Die Autofahrer benutzen auch den Radweg auf der Emsdettener Landstraße, obwohl dort Fußgänger laufen und diese dem Autofahrer Platz machen müssen. Eine Fahrradfahrerin, die in ihrer eigenen Einfahrt fahren wollte, fing an zu schlingen, weil der Autofahrer ihr zu nahe kam. Ein Anruf bei der Polizei war sehr ausweichend. Das Problem ist bekannt, aber aus Personalmangel wäre dort auch keine Kontrolle möglich, wurde mir gesagt. Am schlimmsten ist die Zeit zwischen 16.30 Uhr und 20.30 Uhr. Dann haben die Bauarbeiter Feierabend.

Dennis Tackenberg: Wir wohnen in einer der Dichterstraßen und müssen zwangsläufig über die Schiller- und Goethestraße. Mir persönlich wurde der Außenspiegel beim Spazieren mit den Kids an den Ellenbogen gehauen und auch mit dem Auto wurde ich schon drei mal überholt. Ganz zu schweigen von Anhupen bzw. Nötigen. Von der Polizei kommt nur als Rückmeldung, wir arbeiten dran, aber aus Personalmangel könne man nicht sofort einschreiten. Es wird auch von jeglicher Anzeige bezüglich Geschwindigkeitsüberschreitung abgesehen, da erfahrungsgemäß die Klage fallen gelassen wird. Wir sind froh wenn das Jahr rum ist.

Erwin Reichhardt: Ich bin im doppelten Sinne Anlieger der Emsdettener Landstraße. Privat, wie geschäftlich. Die ausführenden Arbeiter tun ihr Möglichstes, uns die Zugänge zu unseren Wohnungen und Geschäften zu ermöglichen. Die Warenanlieferung stellt sich aber immer wieder als schwierig oder unmöglich dar. Auch Kunden suchen offensichtlich bequemer zu erreichende Alternativen. Das alles sind leider Situationen, die zu erwarten waren. In diesem Umfang nicht zu erwarten ist das Verhalten von Nicht-Anliegern. Ob 18-Meter-Lkw mit osteuropäischem Kennzeichen, fehl geleiteter Tourist oder Pendler: Das Durchfahrverbot wird stumpf ignoriert. Mit hoher Geschwindigkeit wird durch den halbfertigen ersten Abschnitt gerast, Handy am Ohr . . . Die Krönung ist allerdings ein Fahrer eines ortsansässigen Pizza-Services. Dieser hat keine Hemmungen bei Gegenverkehr auf den Gehweg auszuweichen und schleudernd, eine große Staubwolke hinter sich herziehend, seinen Weg zu erzwingen. Es grenzt an ein Wunder, dass bislang nichts passiert ist. Sporadische Kontrollen, ob es sich zumindest annähernd um Anlieger handelt, wären wünschenswert.

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