Grevener Azubis: Giannina Banyong lernt Stadt-Marketing
Erste Erfahrungen auf dem Kunsthandwerkermarkt

Greven -

Am 1. August begann Giannina Banyong ihre Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei Greven Marketing. Während der ersten Tage schaute sie sich erst einmal die Struktur und den Betriebsaufbau an.

Dienstag, 27.08.2019, 18:17 Uhr aktualisiert: 29.08.2019, 09:18 Uhr
Giannina Banyong arbeitet jetzt beim Grevener Marketing in einem netten Fachwerkhaus.
Giannina Banyong arbeitet jetzt beim Grevener Marketing in einem netten Fachwerkhaus. Foto: Sina-Marie Hofmann

„Ich wollte etwas machen und nicht nur lernen und rumsitzen“, sagt die 18-jährige Giannina Banyong. Nach ihrem Abitur wusste sie: „Ein reines Studium wäre mir zu viel.“

Am 1. August begann sie ihre Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei Greven Marketing. Während der ersten Tage schaute sie sich erst einmal die Struktur und den Betriebsaufbau an. Nach und nach habe sie mehr Aufgaben bekommen.

Mit ihrer Kollegin zusammen arbeitete sie im Bereich Touristik und Stadtplanung. „Die erste Veranstaltung, die ich mitorganisiert habe, war der Gimbter Kunsthandwerkermarkt“, sagt Banyong. Dort half sie unter anderem beim Auf- und Abbau: „Da konnte ich gleich alles miterleben.“

Erfahrung in der Arbeitswelt habe Banyong schon sammeln können. Während ihrer Schulzeit hatte sie einen Minijob als Servicekraft in Münster. „Ich wollte jeden Bereich einmal sehen“, erklärt die Münsteranerin. Deswegen absolvierte sie ihre Schulpraktika in verschiedenen Betrieben. Doch durch ihren Minijob sei ihr bewusst geworden: „Ich möchte etwas mit Organisation und Planung machen.“

„Das Arbeiten hier ist mehr als Planung und Organisation“, erzählt Banyong. Sie helfe Menschen und sei tagtäglich in der Touristik- und Stadtinformation tätig.

Doch wieso hat Banyong nicht in Münster eine Ausbildung angefangen? „Münster ist eine sehr, sehr große Stadt. Das Stadtmarketing dort wäre mir zu groß gewesen.“ Außerdem sei Greven perfekt: „Man hat genug zu tun, aber es wird auch nicht zu viel, bei meinem Bewerbungsgespräch hier habe ich mich gleich wohl gefühlt.“

Der Geschäftsführer von Greven Marketing, Peter Hamelmann , nennt die Kriterien, die ein Auszubildender erfüllen sollte: EDV-Kenntnisse, ein offener Umgang mit Menschen und Flexibilität seien wichtig. Ebenso Konzentrationsfähigkeit. „Man soll nicht zu verträumt sein“, meint Hamelmann. „Das Abitur ist keine zwingende Voraussetzung.“ Wichtig sei ein guter schriftlicher Ausdruck, eine gute Rechtschreibung und korrekte Formulierungen. Ebenso spiele die Teamfähigkeit eine große Rolle.

Für Giannina Banyong begannt jetzt auch die Berufsschule. Von nun an hat sie zwei Mal wöchentlich Schule. Ab dem zweiten Lehrjahr wird sie einmal die Woche in die Berufsschule gehen.

Ihr Tag in Greven beginnt nun kurz vor 9 Uhr und endet um 17 Uhr. Bei diversen Veranstaltungen arbeitet sie auch am Wochenende oder abends. Im Vergleich zur Schule verspürt sie weniger Druck: „Zur Schulzeit hatte ich immer Aufgaben im Kopf, es war viel Stress. Wenn ich jetzt nach Hause komme, habe ich mehr Zeit für mich.“ Bis zum Abschluss der Ausbildung werde sie noch weiter bei ihren Eltern wohnen: „Um etwas Geld anzusparen.“ Und das scheint mit ihrem Gehalt zu funktionieren: „Wir hoffen, dass wir ein auskömmliches Auszubildendengehalt haben“, meint Hamelmann, „bisher haben wir noch keine Klagen gehört.“

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