Anwohner kümmern sich um Konflikt-Mülleimer
Es bleibt bei der Privat-Leerung

Reckenfeld -

Der privat finanzierte Mülleimer mit Hundekotbeutel-Spender an der Wiese gegenüber der Schule führte zu einem Konflikt zwischen Ernst Reiling und der Stadt, die die Leerung nicht übernimmt. Nun kümmern sich einige Anwohner darum.

Mittwoch, 28.08.2019, 08:18 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 09:41 Uhr
Anwohner kümmern sich um Konflikt-Mülleimer: Es bleibt bei der Privat-Leerung
Foto: Oliver Hengst

Hohe Wellen hat das Thema Hundekot-Mülleimer geschlagen – am Ende aber auch immerhin ein konkretes Ergebnis gebracht: Initiator Ernst Reiling muss den Mülleimer nicht mehr selbst leeren und die unappetitliche Fracht mit seinem Privat-Pkw abfahren (unsere Zeitung berichtete). „Direkte Anwohner nehmen mir das ab“, sagt er. „Die Hilfsbereitschaft war gewaltig“, freut sich Reiling.

Immerhin. Der grundsätzliche Konflikt zwischen Kommunalpolitiker Reiling und der Stadt ist aber weiter ungelöst. Die Stadt wird den Mülleimer an der Obstwiese nahe der Grundschule nicht leeren, aus Kostengründen.

Die Berichterstattung über die Angelegenheit (erst unsere Zeitung, dann auch der WDR ) hatte Leserbriefe und zahlreiche Facebook-Kommentare zur Folge. „Das hat mich nicht überrascht“, sagt Reiling. Die vielen Reaktionen zeigen: Das Thema Sauberkeit in der Stadt ist für viele Menschen von hoher Bedeutung.

Reiling hält es für „fahrlässig, das so eskalieren zu lassen. Ich hätte als Verwaltung anders gehandelt.“ In der Frage, ob Reiling zum Zeitpunkt des Aufstellens des privat finanzierten Mülleimers von der Weigerung der Stadt wusste, das Gefäß zu leeren, steht Aussage gegen Aussage. Die Stadt sagt: Reiling sei mitgeteilt worden, er könne den Mülleimer installieren, wenn er selbst für die Leerung sorge. Reiling bleibt bei seiner Darstellung: Das sei beim Aufstellen des Mülleimers noch nicht klar gewesen. „Sonst hätte ich das gestoppt.“ Gleichwohl will er kein Öl mehr ins Feuer gießen. „Das hat für mich keine Bedeutung.“ Von Bedeutung seien allein die Bedürfnisse der Bürger. Und die, so Reiling, „denken logisch“.

Die Bürger, die sich in die Debatte eingeschaltet hätten, „sehen in anderen Städten, dass es möglich ist.“ Zudem sei offensichtlich, dass es in direkter Nähe einen weiteren Mülleimer gebe, den die Stadt leere. Der Aufwand, den „privaten“ Mülleimer in einem Arbeitsgang mitzuleeren, sei also überschaubar. Dass sich die Stadt allein auf die Kostenfrage zurückziehe, kann Reiling nicht nachvollziehen. „Natürlich sind das Kosten.“ Aber: Dem stehe der „starke Wunsch der Bürger“ nach mehr Sauberkeit in Greven und Reckenfeld gegenüber.

Einen neuerlichen politischen Vorstoß zum Aufstellen weiterer Mülleimer wird es von Seiten der Fraktion Reckenfeld direkt, der Reiling angehört, gleichwohl nicht geben. Und auch die beiden weiteren Beutelspender mit Mülleimer, die am Regenrückhaltebecken und am B-Pättken aufgestellt werden sollten (private Zusagen zur Finanzierung gab es bereits) liegen vorerst weiter auf Eis: „Da warte ich den politischen Beschluss ab“, sieht Reiling nun erstmal andere in der Pflicht. Zwar geht er davon aus, „dass wir das umsetzen“, aber zunächst müssten die Voraussetzungen geklärt werden.

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