Grevener Feuerwehr will mehr Werbung machen
Wehrübung mit Publikum

Greven -

Zahlreiche Einsätze, neue Fahrzeuge und eine Nachwuchsförderung, die künftig bereits bei den I-Dötzchen ansetzen soll: Bei der freiwilligen Feuerwehr ist derzeit viel los. Daran wollen die Wehrleute auch die Bevölkerung teilhaben lassen, zur großen Herbstübung laden sie alle Interessierten ein.

Sonntag, 01.09.2019, 19:46 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 16:51 Uhr
Feuerwehrwagen im Einsatz.
Feuerwehrwagen im Einsatz. Foto: Jens Keblat

Wenn am nächsten Samstag, 7. September, die traditionelle Herbstübung aller Löschzüge stattfindet, sollen alle etwas davon haben. Dafür haben sich Wehrführer Reinhard Holt und seine weiteren ehrenamtlichen Mitstreiter stark gemacht.

Zwar waren bereits bei früheren Herbstübungen anders als bei Einsätzen neugierige Besucher mit vielen Fragen und Fotokameras gerne gesehen, doch in Zeiten, in denen die Feuerwehr im starken Wettbewerb zu anderen Freizeitgestaltungen steht und in denen es nicht mehr selbstverständlich scheint, sich ehrenamtlich für die Sicherheit der Allgemeinheit einzusetzen, legt die Feuerwehr umso größeren Wert auf Transparenz und Bürgernähe.

Die Herbstübung findet auf dem Areal der Anne-Frank-Realschule im Deipen Brook statt. „Dieses Mal hat der Löschzug Westerode die Herbstübung geplant“, wie Reinhard Holt verriet. Bereits im Frühjahr habe der Löschzug eine Übung dem Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern gewidmet und in den Räumen der AFR solle es ebenfalls unter anderem eine so genannte GSG-Lage geben.

Beginnen werde die Übung mit insgesamt rund 70 Frauen und Männer in Montur gegen 15 Uhr mit einer realitätsnahen Alarmierung. Rund anderthalb Stunden werde es dann dauern, das gesamte Szenario einmal durchzuspielen.

„GSG-Einsätze sind oft sehr langwierig“, so Holt. Weil im Einsatzverlauf immer wieder eine Dekontamination der eingesetzten Kräfte Pflicht ist, bedarf es bei solchen Einsätzen, wie zuletzt bei der Gasleckage bei einem Betrieb in der Straße Am Eggenkamp im April 2018, einer umfangreichen Infrastruktur, was auch bedeutet, dass hinterher wieder viele Geräte und Equipment zurückgebaut werden muss.

Dafür aber bietet eine solche Übung für die Zuschauer spannende und nicht alltägliche Einblicke: „Wir werden dann auch unsere CSA-Vollschutzanzüge einsetzen, zwei Feuerwehrleute werden damit ins Gebäude gehen, zwei weitere werden in Bereitstellung stehen“, so Holt.

Die angenommene Lage: Eine Explosion oder Verpuffung in einem Chemieraum – mit Personen in Gefahr, eventuell eine ganze Schulklasse.

Apropos: Holt kann sich nicht daran erinnern, schon mal umfangreicher an der AFR geübt zu haben. Überhaupt seien größere Übungen an Schulgebäuden nicht an der Tagesordnung, weshalb man sehr froh um diese Gelegenheit sei.

Um die Faszination Feuerwehr perfekt zu machen, sei die Wehr derzeit bemüht, alles so zu arrangieren, dass bei der Übung die bisherige und auch die gerade erst fertig gebaute neue Drehleiter der Wehr zu sehen sein werden, versprechen aber wollte Reinhard Holt dies noch nicht. Denn noch stehe die Drehleiter beim Aufbauhersteller in Ulm und sei noch nicht abholbereit.

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