So planen die Münsteraner den Radweg am Kanal
„Eine der zentralsten Verbindungen überhaupt“

Greven/Münster -

„Der Weg am Kanal ist für uns eine der zentralsten Verbindungen überhaupt.“ Phillip Oeink ist Radverkehrsplaner im münsterischen Rathaus. Er plant den asphaltierten Radweg, der über 28 Kilometer auf münsterischem Gebiet von Amelsbüren bis zum KÜ an der Grevener Grenze führt.

Donnerstag, 12.09.2019, 09:50 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 00:15 Uhr
Teilweise gibt es in Münster bereits asphaltierte Wege am Kanal – sie sollen jetzt die Regel werden.
Teilweise gibt es in Münster bereits asphaltierte Wege am Kanal – sie sollen jetzt die Regel werden. Foto: Günter Benning

„Gerade in Hiltrup und Amelsbüren“, sagt er, „sind die Strecken nicht alltagstauglich, der Rollwiderstand ist extrem hoch, die Wege sind unbeleuchtet.“ Alles Gründe dafür, dass Berufs- und Alltagspendler solche Wege meiden. 11 Millionen wird in Münster in den Kanalweg investiert, 8,7 Millionen davon zahlt die Stadt, dazu zählen auch die 4,6 Millionen Euro für die Beleuchtung. Für den Fahrweg übernimmt der Bund die Hälfte der Kosten.

Entlang des Dortmund-Ems-Kanals vom FMO nach Münster

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  • Start in der Nähe des FMO. 

    Foto: Günter Benning
  • Zwei Seiten des Kanals, rechts eine geteilte Huckelstrecke, links durchgehend Schotter.

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  • Auf solchen geraden Schotterstrecke fährt man bei gutem Wetter angenehm.

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  • Abzweig Schmedehausen. Hier kann man am Wochenende Kafee trinken.

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  • Foto: Günter Benning
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  • An der Bockholter Brücke sieht man, dass der Weg allenfalls für Tourismus taugt.

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  • Wer die Kanalseite wechseln will, muss sich eine steile Treppe hochkämpfen.

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  • Foto: Günter Benning
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  • In der Nähe des Kanalhafens Fuestrup.

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  • Am KÜ gibt es sogar ein hölzernes Teilstück es Weges.

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  • Romantisches Bild: Angler am Westfalengas-Tanklager auf münsterischem Gebiet.

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  • Hier ist schon Münster -- und der Radweg ist erstmals asphaltiert.

    Foto: Günter Benning
  • Hier ist schon Münster -- und der Radweg ist erstmals asphaltiert.

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  • An der Schleuse können Radler bequem auf die andere Seite übersetzen.

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  • WilhelmshavenerUfer in Münster.

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  • Funstück: Ein Muschelbesetztes Rad am Kanalrand.

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  • Unfreiwilliges Ende der Reise wegen eines Kettenschadens am Guten Hirten in Münster.

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Außer Senden sei bisher keine andere Gemeinde auf den Zug aufgesprungen. „Für die Strecken nach Lüdinghausen und in Richtung Ibbenbüren müssen wir sensibilisieren“, sagt der Radverkehrsplaner aus Münster.

Was den Radverkehr angehe, herrsche allgemein die Meinung, dass es ausreiche, die vorhandenen Pättkes zu ertüchtigen.

„Alltagsradler“, so Oeink, „haben deutlich höhere Anspruch.“ Einer davon ist eine Beleuchtung, die das Gefühl von Sicherheit vermittelt. In Münster werde man eine adaptive Beleuchtung installieren, die mit Hilfe von Bewegungsmeldern Licht macht, wenn tatsächlich Radler unterwegs sind.

In einem gemeinsamen Antrag der münsterischen CDU und der Grünen wird ausdrücklich auf die Bedeutung des Kanalseitenwegs für die Umlandgemeinden hingewiesen: „Bereits heute gibt es von Münster aus die Möglichkeit, entlang des Dortmund-Ems-Kanals in Richtung Lüdinghausen oder in Richtung Ibbenbüren zu fahren. Jedoch sind die Wege im Wesentlichen unkomfortabel ausgebaut und genügen lediglich den Anforderungen für gemütliche Radtouren“, heißt es darin.

Vom FMO nach Münster am Dortmund-Ems-Kanal entlang

Es würde auf beiden Strecken genügen, jeweils eine Kanalseite zu asphaltieren und für den Begegnungsverkehr auszubauen und abzumarkieren, wie dies auch in den Niederlanden vielerorts praktiziert werde.

In Münster geplant ist eine Ausbaubreite von mindestens drei Metern, mit Fahrbahnrandmarkierungen sowie einer Beleuchtung auf ganzer Strecke.

Wichtiges Ziel: Selbstverständlich gelte es, der Naherholungsfunktion des Kanals – Badegäste, Jogger, Spaziergänger, Hundehalter – zu entsprechen. Radler sollen zur Rücksichtnahme ermunter werden.

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