Manfred Wulff blickt auf drei Jahre als Stadtkaiser zurück
„Möchte keine Minute missen“

Reckenfeld -

Manfred Wulff und seine Partnerin Claudia Jähnel haben drei ereignisreiche Jahre hinter sich. Wulff wurde 2016 im Niederort zum Stadtkaiser gekürt. In seiner Amtszeit hat das Paar das Grevener Schützenwesen inner- und außerhalb der Stadt repräsentiert.

Donnerstag, 12.09.2019, 06:10 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 14:50 Uhr
Manfred Wulff blickt auf drei Jahre als Stadtkaiser zurück: „Möchte keine Minute missen“

Seine Amtszeit geht bald zu Ende, die Uhr tickt unerbittlich. „Manchmal wundere ich mich selbst: Meine Güte, wie schnell ist die Zeit vergangen?“ Doch auch wenn Manfred Wulff in wenigen Tagen die Kette des Stadtkaisers ablegen muss, grämt er sich nicht. Er weiß: Im Grunde ist es wie bei den Fußballern: Weltmeister bleibt man sein Leben lang. „Einmal Kaiser, immer Kaiser“, sagt Wulff. Und doch: Dem Wochenende, an dem sein Nachfolger („Vielleicht bekommen wir ja auch mal eine Kaiserin“) ermittelt wird, schaut er mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. „Es war schon eine tolle Zeit.“

Vor drei Jahren, als er den Titel des Stadtkaisers errang, „hat sich das mehr oder weniger ergeben. Vorgenommen hatte ich mir das nicht. Einige haben sich beim Schießen gegenseitig gepusht.“ Mit dem glücklichen Ende für Manfred Wulff, der sich in dem Jahr auch den Königstitel bei Eintracht Reckenfeld und den Reckenfelder Ortskaisertitel sicherte. „Das ging nur, weil ich eine Partnerin an meiner Seite habe, die das mitmacht.“ In Claudia Jähnel , die ihm als Königin und Kaiserin zur Seite stand, hat er die passende Herzensdame gefunden.

Auch von anderer Seite gab es Hilfe. „Man wird von den Vereinen gut unterstützt“, freut sich Wulff. Natürlich musste er die eine oder andere Runde ausgeben, aber unter dem Strich sei das Amt des Stadtkaisers keine finanzielle Zumutung. Im Gegenteil: „Das hält sich total in Grenzen.“ Schwieriger ist es mit dem Zeitbudget: Von einem Stadtkaiser wird natürlich erwartet, dass er Greven inner- und außerhalb der Stadt repräsentiert. Was Wulff gern gemacht hat. „Ich habe versucht, soviele Vereine wie möglich zu besuchen.“ Bei etlichen Kaiserbällen und Königsschießen hat er sich blicken lassen, dennoch ist es nicht gelungen, allen gerecht zu werden, räumt er ein. Auch ein Kaiser kann sich eben nicht vierteilen. Und wenn an einem Wochenende mehrere Schützenfeste im näheren Umfeld gefeiert würden, sei es nunmal nicht möglich, immer und überall anwesend zu sein.

Das persönliche Erscheinen des Stadtkaisers sei stets sehr wohlwollend registriert worden. „Wenn man zu den Vereinen geht, wird man dort sehr herzlich willkommen geheißen.“ Und mehr noch: „Man knüpft dort nicht nur Bekanntschaften, man findet dort Freunde.“ An die vielen netten Begegnungen in seiner dreijährigen Amtszeit werde er sich immer besonders gern zurückerinnern.

Eine Besonderheit am Rande: Christian Wulff hat seinem Bruder Manfred nicht nur als Adjutant zur Seite gestanden, sondern ist in diesem Jahr seinerseits König (Eintracht Nord) geworden, so dass er am Wochenende um die Stadtkaiser-Würde mitschießt. „Das wäre doch ein Ding, wenn er in meine Fußstapfen treten würde“, sagt der noch amtierende Kaiser über den möglichen Nachfolger aus der eigenen Familie.

An Reckenfelder Titelträgern hat es in der Vergangenheit übrigens nicht gemangelt. „Ich glaube, wir haben schon fünfmal den Stadtkaiser gestellt“, sagt Wulff, der somit eine gute Reckenfelder Tradition fortgesetzt hat. „Das macht mich schon stolz“, bilanziert er rückblickend. „Für mich war das eine gewisse Ehre. Ich möchte keine Minute missen.“

Sicher auch, weil er selbst beherzigt hat, was er seinem Nachfolger (oder seiner Nachfolgerin) als Rat mit auf den Weg gibt: „Man sollte versuchen, präsent zu sein, so viel wie möglich mitzunehmen und die Zeit einfach zu genießen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6918903?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Vorfreude auf den Demo-Tag
Selmar Ibrahimovic, hat die Demo in Warendorf mitorganisiert.
Nachrichten-Ticker