Plakette schmückt Domhof 1
Schmedehausens neues Denkmal

Greven -

Die offizielle Denkmalplakette mit dem NRW-Landeswappen schmückt jetzt auch das Fachwerkhaus Domhof 1 in Schmedehausen. Sie wurde am Tag des offenen Denkmals angeschraubt.

Freitag, 13.09.2019, 23:17 Uhr aktualisiert: 14.09.2019, 00:00 Uhr
Diese Haus ist wahrscheinlich das älteste Wohngebäude im Grevener Ortsteil Schmedehausen.
Diese Haus ist wahrscheinlich das älteste Wohngebäude im Grevener Ortsteil Schmedehausen. Foto: Stadt Greven

Die offizielle Denkmalplakette mit dem NRW-Landeswappen schmückt jetzt auch das Fachwerkhaus Domhof 1 in Schmedehausen. Andreas Adrian , der zusammen mit seiner Frau Lara stolzer Besitzer und „Sanierer“ des Hauses ist, und Bürgermeister Peter Vennemeyer haben am Tag des offenen Denkmals gemeinsam Hand angelegt und das farbige Metallschild an den Türpfosten geschraubt.

Anschließend konnten interessierte Besucher das rundum überholte Gebäude, in dem Andreas und Lara Adrian auch selbst wohnen, im Rahmen mehrerer kleiner Führungen besichtigen.

Die Adrians berichteten von der riesigen Herausforderung, ein denkmalgeschütztes Gebäude zu renovieren. Aber auch von der Freude, wenn es gelingt, den historischen Charakter so eines Hauses zu erhalten. Schon während der Sanierung hätten sie eine sehr intensive Beziehung zu ihrem Haus aufgebaut. Und ebenfalls erfreulich: Die Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden habe gut und völlig unbürokratisch funktioniert.

In das Gebäude haben die Adrians eine weitere hinterlüftete Außenwand in Holzrahmenbauweise eingezogen. Dadurch konnten sie andere Eingriffe in die Außenfassade so gering wie möglich halten.

Der Grundriss des Gebäudes ist unverändert geblieben, in den ehemaligen Hausflur wurde nur eine Treppe eingezogen, die zu den Räumen im Obergeschoss führt. Die Haustechnik haben die Adrians in einem separaten Nebengebäude untergebracht, damit haben sie jetzt mehr Platz zum Wohnen.

Das genaue Baujahr des ehemaligen Kötterhauses ist nicht bekannt. Es ist wahrscheinlich das älteste Wohngebäude im Grevener Ortsteil Schmedehausen. In dem Buch von Wilhelm Schenkel über die Bauerschaften Schmedehausen und Hüttrup im Wandel der Zeit wird über den Bau des Kanals Ende des 19. Jahrhunderts berichtet. Danach stand das Kötterhaus wohl in der heutigen Kanaltrasse. Der als Grevener Original bekannte „Pluggen Hiärm“, Freund und Helfer der Bauern, habe es fertig gebracht, das Fachwerkhaus auf Rollen in die daneben liegende Wiese – und damit an seinen heutigen Standort – zu versetzen.

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