Ausbildung bei Biederlack
Hier wird Familientradition weitergeführt

Greven -

Sieben Auszubildende sind in diesem Jahr bei Biederlack gestartet. Personalleiter Martin Lauer ist zufrieden mit der Anzahl der Bewerber. Nur bei den Anlagen- und Maschinenführern sieht es anders aus: „Da würden wir uns mehr Bewerbungen wünschen.“

Mittwoch, 18.09.2019, 09:32 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 12:36 Uhr
Victoria Kamphues und Nick Zlygostev haben ihre Ausbildung bei Biederlack begonnen.
Victoria Kamphues und Nick Zlygostev haben ihre Ausbildung bei Biederlack begonnen. Foto: Sina-Marie Hofmann

Zwei Beispiele: Victoria Kamphues hat ihre Lehre zur Industriekauffrau begonnen und Nick Zlygostev seine Ausbildung zum Anlagen- und Maschinenführer.

Bei beiden ist es fast ein Familien-Beruf: Zlygostevs Vater sowie sein Bruder sind Maschinenanlageführer. In Kamphues‘ Familie haben alle Familienmitglieder dieselbe Ausbildung abgeschlossen, die auch sie jetzt anstrebt. Sie sei nun schon in der vierten Generation. „Ich habe mich schon immer für diese Ausbildung interessiert“, erklärt die angehende Industriekauffrau.

Beide erhoffen sich eine gute Unterstützung seitens des Unternehmens. „Ich hoffe, dass ich einen guten Einblick in verschiedene Felder bekomme und eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben erhalte“, erklärt Kamp­hues. „Dass ich in der Abteilung gut unterstützt werde ist mir wichtig“, meint Zlygostev „und dass ich natürlich Spaß dabei habe.“

Beide leben noch bei ihren Eltern und das soll sich in Zukunft auch nicht ändern.

Zlygostev meint „In Greven hat man alles, was man braucht.“ „Hier lässt es sich einfach gut leben“, ergänzt Kamphues. Doch in vielen anderen Dingen unterscheiden sich die Lebenswege und Zukunftsvorstellungen der Auszubildenden:

Die aus Rheine stammende Kamphues machte zuvor eine dreijährige schulische Ausbildung zur Fremdsprachenassistentin in Französisch, Englisch und Spanisch. Dort waren zwei Praktika inkludiert, eins davon im Auftragsmanagement.

Zlygostev absolvierte einige Praktika in anderen Firmen, in denen er schon vieles über Anlagen- und Maschinenführer lernen konnte.

Für ihn war es keine große Umstellung von der Schule zur Ausbildung. „Ich musste sowieso immer früh aufstehen, um nach Emsdetten in die Schule zu kommen.“

„Man hat mit der Ausbildung gute Möglichkeiten, in viele andere Richtungen zu gehen“, erklärt Kamphues über die Ausbildung zur Industriekauffrau. Doch „so richtig gibt‘s noch keinen Plan für die Zukunft.“ Eventuell wolle sie im Anschluss ein Studium anhängen: „Die Türen stehen weit offen.“

Zlygostevs Ziel ist ganz klar: „Ich hoffe, dass wenn es gut klappt, ich meine zwei Jahre gut überstehe und im Anschluss meinen Meister mache.“

Zlygostev startet grundsätzlich um sechs Uhr. Seine Ausbildung funktioniert im Blockunterricht. So arbeitet er einige Wochen im Unternehmen und ist zwei Wochen am Stück in Mönchengladbach in der Textilakademie – mit externer Unterbringung. „Da haben meine Eltern zwei Wochen Ruhe vor mir“, scherzt der Auszubildende.

Die Bezahlung der Auszubildenden erfolgt gleich: nach dem Tariflohn. Im ersten Jahr bekommen sie 880 Euro und im dritten Jahr steigt die Bezahlung auf 1035 Euro an. Die Auswahlkriterien in den unterschiedlichen Ausbildungen seien auch verschieden, erklärt Martin Lauer. Bei der Lehre zur Industriekauffrau gehe er nach den Noten in Mathematik, Deutsch und Englisch und schaue sich den allgemeinen Notendurchschnitt an. Bei den handwerklicheren Berufsausbildungen führe er gerne Gespräche, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Wenn er merkt: „Der möchte das wirklich“, sei „das schulische nicht ganz so wichtig.“

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