Sinfonieorchester Münster beim Münsterland Festival im Ballenlager
Finale mit 250 Klingeln

Greven -

Zu einer Reise durch das Münsterland lädt das Sinfonieorchester Münster am 13. Oktober ins Ballenlager ein. Die Komponisten stellen sich hier vor.

Donnerstag, 19.09.2019, 10:47 Uhr aktualisiert: 19.09.2019, 10:50 Uhr
Die Klingel spielt mit: Thorsten Schmid-Kapfenburg, Dr. Volker Leiss, Golo Berg, Lars Krolik, Egon Koling und Klaus Ehling (v.l.).
Die Klingel spielt mit: Thorsten Schmid-Kapfenburg, Dr. Volker Leiss, Golo Berg, Lars Krolik, Egon Koling und Klaus Ehling (v.l.). Foto: bn

Eine Klingel war schon da. 249 kommen noch. „Die lassen wir vom Publikum am Ende spielen“, schlug Dr. Volker Leiss , Komponist einer „Symphonie des Münsterlandes“, gestern vor, als im Kesselhaus ein ganz besonderes Konzert angekündigt wurde. Das Sinfonieorchester Münster feiert in diesem Jahr 100-Jähriges, das Münsterland Festival 10-Jähriges. Und Orchester-Chef Golo Berg will das alles im Grevener Ballenlager mit einem westfälischen Potpourri zelebrieren. Klingeln inklusive.

Sagen wir mal so: Von den Lieferanten für dieses westfälische Potpourri ist keiner ein Original-Westfale.

Golo Berg kommt aus der Goethe-Stadt Weimar, Thorsten Schmid-Kapfenburg, Kapellmeister und Komponist in der Domstadt, ist gebürtiger Hamburger. Und der Arzt Dr. Volker Leiss aus Steinfurt, ist ein Hunsrücker von der Nahe.

Ganz zu schweigen von Moondog. Das Kompositions-Original, das zeitlebens mit Wikingerhut zu sehen war und seine Musik in Brailleschrift notierte, lebte lang in New York und starb in Münster.

Trotzdem werden sich die Münsterländer wiedererkennen. Thorsten Schmid-Kapfenburg, der jüngst das große Sinfoniekonzert am Beach dirigiert hat, ließ sich vom Mundart-Autor Hannes Demming zwei westfälische Lieder vorführen. „Welche, verrate ich nicht, aber man kann sie erkennen“, sagt er.

Und der komponierende Doktor Leiss verriet immerhin, dass irgendwo in seiner Symphonie der Lockmarsch für Schützenvereine herauszuhören sei.

Mit 70 Musikern wird das münsterische Sinfonieorchester den nötigen Klangkörper mitbringen, um das Münsterland im Ballenlager tonal umzusetzen. Ein musikalisches Vielfaltsprogramm: Louis Thomas Hardin alias Moondog komponierte Crossover-Musik, sinfonischen Jazz. Schmid-Kapfenburg sagt von sich, dass er die Musik nicht verleugnen können, mit der er aufwuchs: „Die Tradition der Spätromantik von Mahler bis Henze“. Und Leiss hat im Jugendorchester Barock-Flöte und Tenorhorn gespielt, außerdem zehn Jahre Folk und Pop-Erfahrung, bis er sich an sein synphonisches Werk für das Münsterland machte.

Über all diese landestypischen Details zeigte sich Klaus Ehling, Vorstand des Vereins Münsterland, begeistert, der das Festival mit über 50 Events in der Region ausrichtet. Passt es doch dazu, wie man die Region kulturell sehen will: „Münsterland – das gute Leben.“

Zum Thema

Die „Reise durch die Musiklandschaften des Münsterlandes“ mit dem Sinfonieorchester Münster findet am Samstag, 13. Oktober, 20 Uhr, im GBS Ballenlager statt. Tickets: www.muensterlandfestival.com, ' 02571/949392.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6940272?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Der nächste Nackenschlag für Preußen Münster beim 1:1 gegen SGS Großaspach
Frust und Freude: Dimitry Imbongo Boele dreht jubelnd ab nach dem 1:1: Simon Scherder und Torwart Max Schulze Niehues sind fassungslos.
Nachrichten-Ticker