Baustelle Emsdettener Landstraße
Durchfahrt möglichst unattraktiv

Reckenfeld -

Beim Umbau der Emsdettener Landstraße (K53), läuft alles nach Plan. Bis Ende Oktober soll der Kanalbau bis zum Eichendorfweg abgeschlossen sein.

Dienstag, 01.10.2019, 09:30 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 10:01 Uhr
Die anliegenden Unternehmen sollen (wie versprochen) erreichbar sein, zugleich aber ein Durchfahren nicht allzu attraktiv sein. Der Durchgangsverkehr soll stattdessen die vorgesehenen Umleitungsstrecken nutzen.
Die anliegenden Unternehmen sollen (wie versprochen) erreichbar sein, zugleich aber ein Durchfahren nicht allzu attraktiv sein. Der Durchgangsverkehr soll stattdessen die vorgesehenen Umleitungsstrecken nutzen. Foto: Oliver Hengst

„Wir liegen zeitlich und finanziell absolut im Soll.“ Er könnte unzufriedener klingen, der im Rathaus für Straßenbau zuständige André Kintrup . Aber es gibt aus seiner Sicht keinen Anlass dafür.

An der größten Straßenbaustelle Reckenfelds, dem Umbau der Emsdettener Landstraße (K53), läuft alles nach Plan. Bis Ende Oktober soll der Kanalbau bis zum Eichendorfweg abgeschlossen sein. Die Kanalbauer sind stets die ersten, die in den jeweiligen Teilstücken aktiv werden, dann folgen die Versorger (Stadtwerke) mit ihren Leitungen, dann schließen die Straßenbauer die Arbeiten ab.

All das geschieht im jeweiligen Bauabschnitt unter Vollsperrung mit der Ausnahme „Anlieger frei“. „Das ist auch alles genau so beschildert“, verdeutlicht Kintrup, der gleichwohl weiß, dass Schilder keine Augen haben und deshalb mitunter missachtet werden. Nicht nur das: Manche Autofahrer fahren nicht nur in die Baustelle hinein, sondern mitten hindurch. Umleitung? Fehlanzeige.

„Wir haben immer gesagt, dass wir für die anliegenden Gewerbetriebenden die Erschließung sichern“, so Kintrup. Insofern heiße Vollsperrung eben nicht: kein Durchkommen. Die Erreichbarkeit der Tankstelle, des Imbisses, der Verbrauchermärkte und anderer Anlieger sei wie versprochen sichergestellt. Das führt aber auch dazu, dass sich manche, die eigentlich die Umleitungsstrecken nutzen sollten, die Beschilderung bewusst ignorieren und durchfahren – und zwar auf ganzer Länge. „Es gab und gibt dort Durchgangsverkehr“, räumt Kintrup ein. Man versuche aber, die Baustelle so zu gestalten, „dass es attraktiver ist, die Umleitung zu fahren.“ Unter anderem sei mit dem beauftragten Bauunternehmen abgesprochen worden, dass Material und Fahrzeuge gezielt so abstellt wird, dass man zwar noch dran vorbei komme, aber eben nicht allzu leicht.

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