Mirja Boes begeistert im ausverkauften Ballenlager
Beim King kniet sie nieder

Greven -

Im restlos ausverkauften Ballenlager warteten am Samstagabend um kurz vor 20 Uhr rund 600 Menschen darauf, was ihnen so gebührte. In filmischen Einspielern als Opener priesen diverse Stars und Kollegen der industriellen Unterhaltung die Großartigkeit und Verdienste der Komikerin, die gleich vor ihnen stehen sollte.

Montag, 07.10.2019, 11:21 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 11:23 Uhr
Ganz locker mit Basecap, Jeans und T-Shirt präsentierte sich Mirja Boes am Samstagabend im Ballenlager. Einige große Sänger wie Elvis hat sie für ihr Programm „Auf Wiedersehen! – Hallo!“ gleich mitgebracht.
Ganz locker mit Basecap, Jeans und T-Shirt präsentierte sich Mirja Boes am Samstagabend im Ballenlager. Einige große Sänger wie Elvis hat sie für ihr Programm „Auf Wiedersehen! – Hallo!“ gleich mitgebracht. Foto: Ulrich Coppel

Horst Lichter zum Beispiel. Oder Atze Schröder. Der bekannte: „Die Alte bläst gut.“ Begeisterung vom ersten Moment an.

Schon stieg Mirja Boes , m it Basecap, Jeans und T-Shirt gekleidet auf die Bühne und begann ihr aktuelles Programm „Auf Wiedersehen! – Hallo!“. Schon wieder so eine Anspielung auf Helge Schneiders wundersame autobiographische Ergüsse in Form des Buch-Bestsellers: „Guten Tach – auf Wiedersehen“. Ihre eigenen Erlebnisse begann Mirja Boes so zu erzählen: „Wir wollen uns über Menstruation unterhalten. Da steckt ja schon das Wort ,men’ drin.“ Das Einsetzen ihrer ersten Periode habe sie ausgerechnet während der Beerdigung ihrer Großmutter erlebt. Dem Publikum entstand daraus natürlich das Bedürfnis mehr aus dem Leben der Künstlerin zu erfahren. Sollte es auch. Etwa das ihr Stammfriseur ein schwuler Araber sei. Gern teilte Frau Boes natürlich ihren klammheimlichen Spaß daran mit den johlenden Zuschauern. Oder auch über eine Groteske namens Darmspülung. Oder über Tampons, die wegen ihrer Torpedoform bald nach dem 2. Weltkrieg auf den Markt gekommen seien. Das muss vor ihrer Zeit gewesen sein. Mirja Boes in Greven. Foto: Ulrich Coppel

Auch die Liederlichkeiten, die Frauen und Männer bisweilen miteinander ausleben, durften natürlich nicht fehlen. So kam, was kommen musste: Zunächst einmal erklang ein kurzer Einspieler des größten Boes, alias „Möhre“-Hits: „Das sind nicht 20 Zentimeter“. Willig erwiderte ihr profundes Publikum singend: „Nie im Leben, kleiner Peter.“ Sodann begannen die eigens angereisten Wildecker Herzbuben, Elvis Presley (zum besseren Verständnis auf Deutsch), Udo Lindenberg, Rammstein und schließlich Luciano Pavarotti, Boes lyrischen Text an ihre jeweils eigenen Hits zu adaptieren. Während dieser musikalischen Hommage kniete Boes neben den in karikierende Kostüme gekleideten Darstellern. Das sind nicht 20 Zentimeter Horizont, kleine Mirja – sozusagen.

Aber auch einfache Witze kann Boes erzählen. Oder Songs, wie „Mir scheint die Sonne aus dem Arsch“, mit ihrer Band, den „Honkey Donkeys“, singen. „Es sind Musiker – Hauptsache von der Straße weg“, meint Boes. Soso.

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