Cathamed eröffnet Seniorenwohngemeinschaft und Tagespflege „Am Johannesgarten“
Hier kann man auch feiern

Greven -

Josefa Tibudd und Dora Banisch saßen nach der Feier am Tisch und löffelten Suppe. „50 Jahre Duisburg“, sagt Dora Banisch, „und jetzt Greven – mal sehen, wie es wird.“ Wenn es nach Cathamed-Geschäftsführer Markus Liesmann geht, kann es nur besser werden. Er steht nebenan auf dem großzügigen Balkon der neuen Seniorenwohngemeinschaft und Tagespflege „Am Johannesgarten“ und sagt: „Die Bewohner sollen hier selbstständig bleiben.“

Donnerstag, 10.10.2019, 05:47 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 05:50 Uhr
Ein Schlüssel in Tortenform zur Eröffnung (v.l.): Jannina Hülsmann, Yvonne Witte, Walter Schröer, Tatjana Finekenstein, Guido und Anja Venschott, Kai Eickelpasch, Claus Schlüter und Markus Liesmann. Kleines Foto: Die Bewohnerinnen Josefa Tibudd und Dora Banisch mit der Mitarbeiterin Kathrin Wolter.  Fotos: bn
Ein Schlüssel in Tortenform zur Eröffnung (v.l.): Jannina Hülsmann, Yvonne Witte, Walter Schröer, Tatjana Finekenstein, Guido und Anja Venschott, Kai Eickelpasch, Claus Schlüter und Markus Liesmann. Kleines Foto: Die Bewohnerinnen Josefa Tibudd und Dora Banisch mit der Mitarbeiterin Kathrin Wolter.  Fotos: bn Foto: Günter Benning

Münsterstraße 71: Alte Grevener kennen das Café Pölking und das Fotostudio an dieser Stelle. Investor Guido Venschott (Geschäftsführer der Ferdinand Eimermacher GmbH in Nordwalde) hat das Areal gekauft. Seine Frau Anja erklärt: „Bisher haben wir nur für uns selbst gebaut.“ Diesmal werde es gleich eine dreigeschossige Senioreneinrichtung, bei der manche gesetzlichen Regeln zu beachten waren: Brandschutztreppen, große Bäder, breite Flure und mehrere Aufzüge. Für Venschott war es mehr als eine Investition. Eigenhändig holte er aus dem alten Haus Pölking verzierte Fliesen heraus und baute sie im neuen Treppenhaus ein. Andere Pflastersteine stammen von der Elbphilharmonie in Hamburg. Da waren noch Restposten übrig geblieben.

677 Quadratmeter Fläche bietet das dreigeschossige Gebäude, das Architekt Claus Schlüter entworfen hat. In der Seniorenwohngemeinschaft werden zwölf Bewohner leben können. Die Tagespflege im dritten Geschoss – mit eigenem Aufzug – bietet täglich 18 Plätze für Gäste.

„Wir haben sehr unterschiedliche Kunden“, sagt Markus Liesmann . Die einen seien pflegebedürftig, die anderen führen noch Fahrrad. Für sie alle ist die Nähe zur Stadt Gold wert. Ärzte, Apotheken, Gaststätten – alles ist fußläufig zu erreichen. „Senioren-WGs sind eine sehr gute Alternative, wenn Menschen nicht mehr allein in ihrer Wohnung leben können, aber ein Umzug in eine vollstationäre Einrichtung nicht in Frage kommt“, sagt Kai Eickelpasch, ebenfalls Geschäftsführer von Cathamed, die in Steinfurt sitzt, aber mittlerweile an neun Standorten vertreten ist. In Greven wurde unlängst die Seniorenwohngemeinschaft an der Naendorfstraße eröffnet. Auch die werde gut angenommen, sagt Eickelpasch. An der Münsterstraße konnten bereits zehn Bewohner aufgenommen werden.

Walter Schröer hat für die Cathamed die Baumaßnahmen koordiniert. Er stellte gestern das Konzept vor: „Die Wohngemeinschaften sie wie ein großer Haushalt.“ Jeder lebe in seinem eigenen Zimmer mit Bad auf 21 Quadratmetern. Aber daneben stehen Wohnzimmer, Gemeinschaftsräume, der Garten und vor allem die offene Wohnküche zur Verfügung. Gekocht wird in der WG.

Gestern waren im Garten noch die Bagger bei der Arbeit. An der Johannesstraße lassen Guido und Anja Venschott noch zehn altengerechte Wohnungen errichten. Dazwischen wird es eine großzügige Grünfläche für alle Bewohner geben.

Bei der Tagespflege bieten die Mitarbeiterinnen ein breites Angebot aus kommunikativen und tagestrukturierenden Leistungen. Auch demenziell erkrankte Menschen sollen hier ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können.

„Das Tolle ist“, meinte Bürgermeister Peter Vennemeyer gestern bei der Eröffnung, „dass man seine Tage selbst gestalten kann. Ich hoffe, dass sie hier auch feiern können.“

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