Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in den Berufsalltag
Praktikum mit Wohlgerüchen

Greven -

In den vergangenen Wochen waren sowohl Schüler des Gymnasiums Augustinianum, als auch der Maximilian-Kolbe Gesamtschule als Praktikanten in unterschiedlichen Unternehmen unterwegs.

Sonntag, 13.10.2019, 16:54 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 17:00 Uhr
Mihriban Kayaci bei ihrem Praktikum in der Parfümerie Balster.
Mihriban Kayaci bei ihrem Praktikum in der Parfümerie Balster. Foto: Marie Rolvering

Für die 17-Jährige Neele Finke vom Augustinianum war sofort klar, wo sie ihr Praktikum absolvieren möchte – in der Stadtbibliothek. „Ich arbeite hier schon seit längerer Zeit jeden Dienstag für zwei Stunden als Nebenjob“, sagt sie. Weil sie schon selber viele Erfahrungen in der Stadtbücherei gemacht hat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon gut kennt, hat sie sich als Praktikantin beworben.

In den vergangenen Wochen waren sowohl Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Augustinianum Greven, als auch der Maximilian-Kolbe Gesamtschule als Praktikanten in unterschiedlichen Unternehmen unterwegs.

Die Praktikanten des Gymnasiums gehen in die elfte Klasse, ihr Praktikum erstreckt sich über zwei Wochen. Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule aus Saerbeck gehen hingegen erst in die neunte Klasse und das Praktikum dauert drei Wochen.

Aber ist das Praktikum in der Bücherei, in einer Parfümerie oder im Krankenhaus wirklich viel interessanter als der normale Schulalltag?

„Der Job ist sehr vielfältig und deshalb bereitet er mir so viel Spaß“, erzählt Neele Finke. Aber ob dieser Beruf wirklich der ist, den sie in der Zukunft ausüben möchte, kann sie noch nicht sagen, denn sie weiß noch nicht, was sie später einmal machen möchte.

Alia Schüler und Mihriban Kayaci , beide Schülerinnen der Gesamtschule in Saerbeck, sind als Praktikanten in der Parfümerie Balster und im Krankenhaus tätig und bereuen ihre Entscheidung nicht.

„Mir gefällt die Praktikumsstelle richtig gut, denn ich wurde gut aufgenommen und alle waren sehr nett zu mir“, sagt Alia Schüler.

Sie macht ihr Praktikum im Krankenhaus und muss sowohl im Frühdienst, als auch im Spätdienst arbeiten. Im Krankenhaus muss sie beispielsweise bei Patienten Blutdruck messen und beim Essen helfen. „Ich kann mir das Arbeiten im Krankenhaus auch später wohl vorstellen, aber nicht als Krankenpflegerin“, sagt Alia Schüler.

Weil Mihriban Kayaci sehr an Kosmetik interessiert ist, wollte sie das Praktikum unbedingt in einer Parfümerie ausüben. „Der sehr abwechslungsreiche Beruf gefällt mir sehr gut“, erklärt Kayaci. Sie kann sich auf jeden Fall vorstellen, später einmal in der Kosmetik-Branche zu arbeiten. Aber nicht unbedingt im Verkauf.

Ein reines Vergnügen ist das Praktikum trotz allem Spaß aber nicht. „Natürlich müssen wir als Praktikanten auch nicht so spannende Aufgaben erledigen, das sollte jedem klar sein. Ich musste zum Beispiel die Regale einräumen, das ist wirklich langweilig“, sagt Mihriban Kayaci, „aber dafür durfte ich Kosmetikprodukte ausprobieren.“

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Die Autoren sind Praktikanten in der Lokalredaktion dieser Zeitung

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