Warum besucht die Bevölkerung Grevens die Stadtbücherei?
Bücher behalten ihren Stellenwert

Greven -

Kinder lesen noch alles. Jugendliche alles über Liebe, Tod und Zukunft. Wer in die Stadtbibliothek geht, greift in sehr unterschiedlichen Regale.

Donnerstag, 17.10.2019, 19:00 Uhr
Neele Finke liest gerne auch dicke Bücher in der Stadtbibliothek.
Neele Finke liest gerne auch dicke Bücher in der Stadtbibliothek. Foto: Emma Kobytzki

„Bei Kindern spielen eigentlich alle Medienarten eine Rolle“, erklärt Sigrid Högemann , Leiterin der Stadtbibliothek.

Besonders beliebt seien in diesem Alter vor allem Filme und Bücher wie z.B. „Der kleine Drache Kokosnuss“ (Ingo Siegner) und „Mia&Me“ (Isabelle Mohn). Zurzeit seien so genannte Tonie-Figuren sehr begehrt, die den Kindern Hörspiele vorlesen können.

Im Vergleich dazu lesen Jugendliche eher Bücher, die besonders von den Themen Liebe, Tod und Zukunft handeln. Für die 17-Jährige Neele Finke spielen Bücher in ihrem Leben auch heute noch eine wichtige Rolle. „Bücher lesen kann wirklich interessant sein. Und wenn mir langweilig ist, kann ich mir damit sehr gut die Zeit vertreiben“, sagtNeele Finke.

Dadurch, dass viele Jugendliche vor allem zu Recherchezwecken für die Schule das Internet nutzen, sind Sachbücher heute nicht mehr so gefragt wie früher einmal.

Jedoch sind die Informationen aus dem Internet nicht immer glaubhaft, weshalb es manchmal nicht schlecht sei, doch zu einem Buch zu greifen.

Auch Sigrid Högemann konnte diese große Veränderung bestätigen. Die Nachfrage nach Filmen sei in der Stadtbücherei in den vergangenen Jahren ebenfalls durch Netflix und Co. stark zurückgegangen. Auch diese Tendenz ist weiterhin zurückgehend, aber auf der anderen Seite „hält sich das Buch weiterhin stabil“, erläutert Sigrid Högemann.

Bei Erwachsenen seien besonders Bücher, wie z.B. Romane, Biografien, Familienstories, die auf einer wahren Gegebenheit basieren, und kurze Geschichten beliebt. Diese kurzen Geschichten seien oftmals sehr lustig durch verschiedene Bilder gestaltet und könnten schnell konsumiert werden.

„Trotz des großen Einflusses des Internets behalten Bücher und Brettspiele ihren Stellenwert in der Gesellschaft“, sagte Högemann.

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