Chronik der Weiner-Schule (1896 bis 1936)
Ursprünge der Herbstferien

Im Juli 1915 schreibt Lehrer Reckels: „In diesem Jahre wurden, wegen Mangels an Arbeitskräften die Herbstferien geteilt. Titel

Freitag, 18.10.2019, 15:08 Uhr

Im Juli 1915 schreibt Lehrer Reckels: „In diesem Jahre wurden, wegen Mangels an Arbeitskräften die Herbstferien geteilt.

Damit die größeren Kinder bei der Roggenernte behilflich sein konnten,

wurden die sog. Ernteferien auf die Zeit vom 27. Juli bis zum 10. August festgesetzt. Diese Ferieneinteilung kam den hiesigen Landwirten gut zu stehen. Die eigentlichen Herbstferien dauerten vom 14. September bis zum 12. Oktober.

Hauptlehrer Röschenbeck macht am 22. August 1921 folgenden Eintrag:

„Wie in den anderen Jahren, so war auch in diesem Jahre die Festsetzung des Termins für den Beginn der Herbstferien mit Schwierigkeiten verbunden. Am 11. Juni war eine Sitzung des Schulvorstandes worin einstimmig beschlossen wurde, daß die Herbstferien vom 22. August bis einschließlich 2. Oktober dauern

sollten. Dieser Beschluss wurde vom Landrat im

Einvernehmen mit dem Kreisschulrat genehmigt. Auf einen vom Landwirtschaftlichen Ortsverein Ochtrup eingebrachten Antrag bestimmte die Regierung, daß mit Rücksicht auf die Kartoffelernte die Ferien erst am 1. September beginnen sollten. Dagegen sträubte sich der Schulvorstand, die Bürgerschaft und Lehrerschaft, weil sie in der späten Lage eine einseitige

Berücksichtigung der Landwirtschaft erblickten. In letzter Stunde (am

20.08. abends) ging die telegraphische Mitteilung von der Regierung ein, daß die Ferien am 22. August beginnen sollten. Da der 21. August ein Sonntag war, schloß das Sommerhalbjahr am 20. August.“

1923/24 hält Röschenbeck fest: „Das Winterhalbjahr begann am 2. Oktober 1923. Nach 2-tägiger Arbeit wurde der Unterricht auf Anordnung der Regierung wieder eingestellt. Der anhaltende Regen hatte die Erntearbeiten besonders die Kartoffelernte stark aufgeschoben. Auch nach dem 15. Oktober konnte noch kein geregelter Unterricht stattfinden, da sehr viel Kinder in den letzten Stunden für die Kartoffelernte beurlaubt werden mußten.“  

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