Was die Kunst bedeuten soll
Drei Hände und goldene Kugeln

Greven -

Manfred Schlüter hat nicht nur die mittlerweile drei Wellenbänke auf dem Emsdeich und vor dem Rathaus entworfen. Jetzt hat der Künstler aus Gladbeck mit seinem über sieben Meter hohen Webstuhl auch das höchste Kunstwerk am Deich übergeben.

Dienstag, 22.10.2019, 11:31 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 12:00 Uhr
Künstler Manfred Schlüter aus Gladbeck.
Künstler Manfred Schlüter aus Gladbeck. Foto: Günter Benning

Erklären Sie doch mal, wie ihr Webstuhl entstanden ist?

Schlüter : Der Anspruch an die Künstler war ja, einen Bezug zur Grevener Webtradition herzustellen. Webstühle waren hervorragende Arbeitsplätze.

Die Hände sollen also die Hände der Arbeiter symbolisieren?

Schlüter: Das kann man so sehen, die haben viel Symbolkraft. Da kann jeder viel reininterpretieren, das bietet ein Riesenspektrum für die Phantasie. Im Gegensatz zu den Bänken, die ihre Qualität in der Ruhe haben, ist dieses Werk eine Landmarke. Darum braucht es auch diese Größe. Auch auf die Goldkugeln habe ich bestanden. Man muss ja nicht nur an die erwachsenen Betrachter denken, sondern auch an die Kinder. Die haben ja eine andere Phantasie. Für Kinder stellt das ein goldenes Gewebe dar.

Hier am Deich wird der Webstuhl mit das Erste sein, das die Radwanderer auf dem Emsweg von Greven sehen.

Schlüter: Ja, die Kunst im öffentlichen Raum ist die Visitenkarte einer Stadt. Die kann auch eine Fernwirkung haben. Das lag mir sehr am Herzen. Darum habe ich auch lange um die Größe gekämpft – auch mit dem Sponsor Ulrich Riestenpaat gt. Richter. Ohne Pons Beu­ning wäre manches so nicht gelaufen. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Greven, Klaus Feldmann, hat mich sehr begeistert.

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