Fundus der Freilichtbühne ist derzeit geschlossen
Neues Dach, neue Aufteilung

Reckenfeld -

Am Saisonende die Hände in den Schoß legen? Von wegen. An der Freilichtbühne wird fleißig weiter gearbeitet. Auch die nächste Saison wird gedanklich schon vorbereitet. Aktuell erhält der Gebäudeteil, in dem der Kostümfundus untergebracht ist, ein neues Dach und eine neue Inneneinrichtung. Wie üblich wird vieles davon in Eigenleistung realisiert.

Dienstag, 22.10.2019, 20:34 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 20:40 Uhr
Das neue Pultdach mit sanftem Gefälle erhält eine robuste Blechhaut. So soll verhindert werden, dass Wasser eindringt. Die deutlich verbesserte Dämmung wird auch die Energiebilanz aufpolieren.
Das neue Pultdach mit sanftem Gefälle erhält eine robuste Blechhaut. So soll verhindert werden, dass Wasser eindringt. Die deutlich verbesserte Dämmung wird auch die Energiebilanz aufpolieren. Foto: Oliver Hengst

„Das Dach musste dringend gemacht werden“, sagt Bühnen-Geschäftsführerin Petra Niepel. Erwin Maslanka erklärt warum: Die bisherige Dachkonstruktion mit zwei Satteldächern und einer Rinne in der Mitte sorgte dafür, dass sich dort stets Wasser gesammelt habe. Als man das Dach schließlich öffnete, sah man, wie schlecht es um die Substanz bestellt ist. Die gammelnde Dämmung erklärte auch den zeitweise muffigen Geruch im Fundus.

Also musste Abhilfe her. Ein Unternehmen erneuerte die Dachkonstruktion, die künftig

  Foto: Oliver Hengst

aus einem Pultdach mit sanfter Neigung besteht. Die äußere Hülle besteht künftig nicht mehr aus Dachpfannen, sondern aus Blech. Das hält dicht und sollte sich auch bei windigem Wetter als robust erweisen. „Wenn dann mal ein Ast drauffällt, haben wir vielleicht eine Beule, aber kein Loch“, sagt Maslanka. Bühnen-Kollege Kalle Peters bestätigt: „In einem Teer-Dach findet man ein Loch einfach nicht.“ Eine Undichtigkeit lasse Wasser eindringen, ohne dass man nachvollziehen könne, wo genau das geschehe. Bei einem Blechdach lassen sich eventuelle Beschädigungen besser erkennen und reparieren.

Zwischen 25 000 und 30 000 Euro werden die Bauarbeiten kosten. „Den Großteil zahlt der Förderverein“, sagt Peters. „Und den Rest übernehmen wir“, sagt Petra Niepel für den Bühnenvorstand. „Wir hatten ja ein gutes Jahr“, sagt sie mit Blick auf die Rekordbesucherzahlen der Sommersaison.

Mit dem neuen Dach allein ist es nicht getan. Auch die Inneneinrichtung und damit das komplette System der Kostüm-Aufbewahrung wird erneuert. Künftig werden die gekauften oder selbst genähten Kostüme aus früheren Produktionen in drei „Etagen“ aufbewahrt, sortiert nach Größen und Themen wie Mittelalter, Tiere, 50er-Jahre und ähnliches.

Derzeit lagern die Kostüme provisorisch im Saal des Spielerheims. Auch in den Umkleiden warten Kartons und Kleider darauf, wieder in den Fundus zurückgebracht zu werden.

Aufgrund dieser Situation ist der Fundus derzeit natürlichgeschlossen. Wer Kostüme zu Halloween sucht, wird sich also nach Alternativen umschauen müssen. Aber zur nächsten Karnevalssession wird die neu organisierte Ausleihe wieder geöffnet sein. „Mitte November müssten wir eigentlich damit durch sein“, sagt Maslanka zu den Bauarbeiten. Und Peters ergänzt, dass die Ausleihe rund um Karneval immer auch eine gute Gelegenheit sei, etwas Geld für die Bühne einzunehmen. Da rund um den Jahreswechsel das Spielerheim auch wieder als Probenraum gebraucht wird, eilt die Zeit ohnehin.

Peters und Maslanka, die die Bauarbeiten „betreuen“ und reichlich Eigenleistung investieren, sind auch zuversichtlich, dass durch das neue Dach und die viel bessere Dämmung des Gebäudeteils auch die Energiekosten sinken.

Die laufenden Arbeiten sind abgestimmt mit dem Architekten, der die Pläne für den gewünschten Spielerheim-Neubau gezeichnet hat. Der Fundus mit neuem Dach bleibt auf jeden Fall erhalten, das nun investierte Geld ist – sollte der Neubau des Hauptgebäudes (1,5 Millionen Euro) später realisiert werden – somit auf keinen Fall verloren.

  Foto: Oliver Hengst

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