Nachfolger für Vorsitzenden gesucht
Reckenfelder Treff ohne Reiling

Reckenfeld -

Der Verein „Reckenfelder Treff“ steht erneut vor einer ungewissen Zukunft. Der Vorsitzende Ernst Reiling kündigte nun an, das Amt bald abgeben zu wollen. Ob sich ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin findet – offen. Damit steht der Verein wieder vor einer Situation, die ihm nicht ganz unbekannt ist.

Donnerstag, 24.10.2019, 08:34 Uhr aktualisiert: 24.10.2019, 08:40 Uhr
Ernst Reiling hat angekündigt, den Vorsitz des Vereins „Reckenfelder Treff“ abzugeben. Wie es weitergeht ist derzeit völlig offen.
Ernst Reiling hat angekündigt, den Vorsitz des Vereins „Reckenfelder Treff“ abzugeben. Wie es weitergeht ist derzeit völlig offen. Foto: Rosemarie Bechtel

Reiling war zuvor bereits rund 20 Jahre lang Vorsitzender des Reckenfelder Treffs, bevor er sich zum Rückzug entschloss. Albert Pauck , ebenfalls ein Mitglied der ersten Stunde, übernahm für vier Jahre. Als dieser ankündigte, nicht erneut zu kandidieren, übernahm Reiling im August 2018 erneut den Chef-Posten. „Bevor der Verein untergeht“, sagte Reiling seinerzeit unserer Redaktion, sei er bereit, übergangsweise wieder in den Ring zu steigen.

Dieses „übergangsweise“ wird bald enden. Wann genau ist noch nicht geklärt. Ein Termin für die Mitgliederversammlung, bei der über die Zukunft entschieden werden muss, ist noch nicht festgezurrt. Klar ist für Reiling nur soviel: Eine von ihm geplante Veranstaltung mit Aladin El-Mafaalani soll der Schlusspunkt sein. Der renommierte Wissenschaftler stellt sein neues Buch zum Bildungssystem Mitte Februar vor. Danach will Reiling ihn kontaktieren und erneut nach Greven einladen.

„Vor der Wahl muss das geregelt sein“, betont Reiling mit Blick auf die Kommunalwahl im September 2020. „Das habe ich auch von Anfang an so gesagt.“

Was Reiling dazu bewegt, den Vorsitz abzugeben? „Ich halte es für unglücklich, wenn man beides macht“, sagt er. Mit „beides“ meint er das politische Engagement im Rat einerseits und die Kulturarbeit im Reckenfelder Treff andererseits. Es gebe immer wieder „Missgunst und Vorwürfe“. Die Mitglieder des Reckenfelder Treffs müssten sich rechtfertigen und erklären. Im Kern geht es um den Vorwurf, dass man aus dem politischen Engagement Reilings Vorteile für den Kulturverein ziehe. „Das muss ich nicht mehr haben“, sagt Reiling deutlich.

Zur Zukunft des Reckenfelder Treffs werde er nun einige grundsätzliche Gespräche führen. Führen müssen. Er selbst geht nicht davon aus, dass es gelingt, nochmal einen Kandidaten aus dem Hut zu zaubern, der (oder die) bereit wäre, das Vorsitzenden-Amt zu übernehmen.

Was zur Frage führt: was dann? Reiling kann sich für den Fall der Fälle durchaus vorstellen, dass der Reckenfelder Treff im Reckenfelder Bürgerverein aufgeht und unter dessen Dach künftig als Kulturabteilung fortbesteht – ohne eigenen Vereinsstatus und ohne eigenen Vorsitzenden. „Das wäre eine Option, die im Sinne Reckenfelds wäre.“ Eine Idee, die er hier und da schon mal leise hat anklingen lassen, aber noch nicht offensiv beim Bürgerverein vorgetragen hat.

Der Reckenfelder Treff organisiert kulturelle Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene, so erst kürzlich ein Figurentheater und einen musikalischen Kaffeetreff. Aber es gibt auch immer wieder sozial- und gesellschaftspolitische Angebote, unter anderem Kabarett und demnächst einen neuerlichen Besuch des Sozialwissenschaftler Prof. Klaus Hurrelmann, der am 14. November über die „Generation Z“ und die neueste Shell-Jugendstudie spricht. Karten gibt es im Vorverkauf bei Greven Marketing (6 Euro) und auf der Internetplattform www.localticketing.de (6,17 Euro).

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