Viel Verkehr im Grevener Bahnhof
Umleitung bringt ICE in die Region

Greven/Rheine -

Westerland, Binz oder München: In diesen Tagen fahren auffällig viele Fernverkehrszüge vom Bahnhof Rheine aus zu Zielen, die sonst von der Emsstadt ohne Umsteigen nicht erreichbar wären. Und alle passieren den Grevener Bahnhof mit einem Affenzahn.

Donnerstag, 24.10.2019, 06:33 Uhr aktualisiert: 24.10.2019, 06:50 Uhr
IC und sogar ICE halten bis Dezember im Rheinenser Bahnhof und passieren auch Greven – mit erheblichem Tempo. Grund sind Bauarbeiten auf anderen Strecken.
IC und sogar ICE halten bis Dezember im Rheinenser Bahnhof und passieren auch Greven – mit erheblichem Tempo. Grund sind Bauarbeiten auf anderen Strecken. Foto: Rappreger

Mit bis zu 160 Stundenkilometern können, so erklärte unlängst ein Bahnsprecher, IC-Züge kleinere Bahnhöfe passieren. Wer so einen Schnellzug sieht, kann bis vier zählen – und dann ist er auch schon da. Jugendliche, die wie im vergangenen Sommer beobachtet, gerne mal auf der Bahnsteigkante mit herabbaumelnden Beinen hocken, leben lebensgefährlich.

Grund sind Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Osnabrück, die eine Umleitung des Fernverkehrs über die Strecke Münster-Greven-Rheine erforderlich machen.

Und so stoppen in diesen Tagen deutlich mehr Intercitys in Rheine, als sonst üblich. Auch der eine oder andere ICE hält wegen der Umleitung in Rheine.

Das Angebot ist allerdings nur von kurzer Dauer: Spätestens nach Abschluss der Bauarbeiten am 14. Dezember werden die Züge wieder den Regelweg von Münster nach Osnabrück nehmen – ohne Halt in Rheine.

Die zusätzlichen Züge können nach Angaben einer Bahnsprecherin übrigens ohne Weiteres in den Regelbetrieb eingebaut werden. Soll heißen: Die Infrastruktur etwa in Form von Bahnsteigen, Gleisen und Signalanlagen am Bahnhof Rheine sei ausreichend.

Regelmäßig allerdings kommt es vor, dass durch einen vorauseilenden Schnellzug der hinterherlaufende Regionalzug mehrere Minuten Verspätung hat. Erschwert wird der Bahnverkehr im Moment auch dadurch, dass der RE7 nach Krefeld derzeit schon in Drensteinfurt endet und zurückfährt.

Dadurch wird er zwar etwas pünktlicher, aber zwischen Drensteinfurt und Hamm müssen Reisende den Bus nehmen. Auch hier sind Bauarbeiten der Grund.

Die Bauarbeiten zwischen Münster und Osnabrück gilt als Rückgrat des Schienenfernverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und Hamburg. Entlang der Strecke werden auf mehr als zehn Kilometern Oberleitungen, Gleise und Weichen erneuert.

Die Arbeiten hängen mit dem neuen elektronischen Stellwerk Osnabrück zusammen, in das die Bahn nach eigenen Angaben mehr als 175 Millionen Euro investiert.

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