Schwarz warnt vor Steuererhöhung
Die Folgen des Greta-Hurricans

Greven -

Die aktuelle Umweltdebatte, da kommt Prof. Dr. Rainer Schwarz nicht drum herum, macht der Flughafenbranche Sorgen. „Greta-Hurrican“ heißt das aktuelle Stichwort, sagte er vor dem MIT-Forum, das am Dienstag im FMO stattfand. Allerdings betrachtet Schwarz die geplante Erhöhung der Luftverkehrssteuer mit besonderem Argwohn.

Donnerstag, 07.11.2019, 07:53 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 08:01 Uhr
Wien-Flieger am FMO – diese mittleren Flüge werden durch die Luftverkehrssteuer verteuert.
Wien-Flieger am FMO – diese mittleren Flüge werden durch die Luftverkehrssteuer verteuert. Foto: FMO

Diese Steuer soll zum 1. April 2020 um 74 Prozent erhöht werden. Was direkte Auswirkungen auf die Flugpreise haben dürfte. Gegenwärtig sind für Nahverkehrsflüge 7,38 Euro, für Mittelstrecken 23,05 Euro und für weitere Destinationen 41,49 Euro zu zahlen. Die Erhöhung von 74 Prozent würde etwa für mittlere Strecken bis 2500 Kilometer – das Gros der Flüge am FMO – eine Erhöhung von 17 Euro bedeuten.

„Als die Steuer 2011 eingeführt wurde“, erinnert Schwarz , „gab es einen Wachstumsstopp, Konkurse von Fluggesellschaften, und kleinere Flughafen wie wir haben deutlich verloren“. Die Erhöhung, glaube er, werde zu einer weiteren Konzentration auf die Ballungsräume führen.

Schwarz kritisierte auch, dass die Gesetzesvorlage im Eiltempo behandelt worden sei, es habe nur wenige Tage für eine Stellungnahme gegeben. Immerhin habe das Land NRW eine Abmilderung zu erreichen versucht: „Zumindest sollten die eingenommen Steuereinnahmen zweckgebunden verwendet werden.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7046741?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Mehr Glanz für die Promenade
Münsters grünes Glanzstück, die Promenade, soll nach einer umfassenden Bestandsaufnahme komplett saniert werden. Dafür will die Stadtverwaltung im kommenden Jahr ein Gesamtkonzept vorstellen.
Nachrichten-Ticker