Heute selbst im Osten
Mein 9. November 1989: Ergriffen im Sessel„Normal zur Arbeit“

Wer weiß nicht, was er an dem Tag gemacht hat. Wir hatten seit Tagen alles im TV verfolgt, sind zwischendurch zum Auffanglager und haben dort Kinderkleidung und jede Menge Spielzeug hingebracht. Als dann die Mauer fiel, saßen wir vor dem TV, die Emotionen fuhren mit einem Achterbahn. Und mal ganz ehrlich, bei wem ist nicht vor Freude das ein oder andere Tränchen gekullert? Wir hatten keinen Bezug zur DDR, aber trotzdem haben wir uns riesig gefreut.

Freitag, 08.11.2019, 14:58 Uhr aktualisiert: 09.11.2019, 12:25 Uhr
Petra Uerlichs
Petra Uerlichs Foto: FB

Heute lebe ich selber ganz im Osten, nördlichstes Brandenburg, in der Uckermark. Seit wir hier sind, haben wir so einiges erfahren, wie das Leben hinter der Mauer war. Einiges davon ist vorher nicht bis zu uns in den Westen gedrungen.

Wir haben auch mal die Nachbarn gefragt, „was habt ihr am Tag des Mauerfalls gemacht?“

„Na ja, ganz normal zur Arbeit.“

Ich fühle mich jetzt hier zu Hause und ich liebe dieses Dorf.

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