Martinsspiel und Umzug in Reckenfeld
Wer teilt, hat mehr

Reckenfeld -

Volle Bänke in der und später volle Reihen vor der Franziskuskirche zeugen davon, dass der traditionelle Martinsumzug offenbar nichts von seinem ursprünglichen Reiz eingebüßt hat.

Dienstag, 12.11.2019, 19:41 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 12:38 Uhr
Adrian Berger spielte den frierenden Bettler, dem der Reiter Martin (Alexander Wiederholt) zu Hilfe kommt.
Adrian Berger spielte den frierenden Bettler, dem der Reiter Martin (Alexander Wiederholt) zu Hilfe kommt. Foto: Oliver Hengst

Wären die Kirchen immer so voll wie das Reckenfelder Gotteshaus am Martinstag – die katholische Kirche müsste sich keine Zukunftssorgen machen. Volle Bänke in der und später volle Reihen vor der Franziskuskirche zeugen davon, dass der traditionelle Martinsumzug offenbar nichts von seinem ursprünglichen Reiz eingebüßt hat.

Dutzende Kinder mit Eltern und Großeltern hatten sich am Montag in der Kirche versammelt. Als sie von Pastoralreferent Tobias Busche gebeten wurden, ihre bunten Laternen zu zeigen, ließen sich die Kinder nicht lange bitten und reckten die Laternen stolz in die Höhe. Die für diesen Moment verdunkelte Kirche gab ein stimmungsvolles Bild ab.

Kurz darauf zog es die Menge vor die Kirche, wo einige Kinder aus der Gemeinde die Martinsgeschichte, etwas moderner interpretiert, nachstellten. Adrian Berger gab den Bettler, der mit seiner Hoffnung auf Hilfe jedoch allein blieb. Kilian König und Marit Pöpsel spielten gehetzte Zeitgenossen, denen ihre drängenden (?) Termine wichtiger sind als die Bedürftigkeit des Bettlers.

Martinsspiel in Reckenfeld 2019

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Als sich St. Martin (dargestellt von Alexander Wiederholt) mit seinem Pferd näherte, wussten die Kinder: Nun wird dem Bettler endlich geholfen. Die Szene vom geteilten Mantel hatte an diesem kalten Abend durchaus mehr als symbolische Kraft.

Und deshalb hatte Tobias Busche zuvor mit den Kindern auch besprochen, wie man dem Beispiel des Heiligen St. Martin folgen kann, ohne seinen Mantel teilen zu müssen. „Alles, was wir für andere Menschen tun, das tun wir für Jesus“, sagte Busche. An Ideen mangelte es den jungen Besuchern nicht. Man könne in der Schule seine Buntstifte mit anderen Kindern teilen oder – besonders naheliegend – sein Pausenbrot.

Nach dem Martinsspiel folgten die Besucher dem Heiligen Martin mit seinem halben Mantel bei einem Umzug durchs Viertel. Zum gemütlichen Abschluss gab es zum Aufwärmen heißen Kakao für die Kleinen und Glühwein für die Erwachsenen. Der Elternbeirat des Franziskus-Kindergartens hatte die Heißgetränke vorbereitet. Die Kirchengemeinde steuerte Martinsgänse aus süßem Teig bei.

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