Umbau Bahnhofstraße: Anwohner skeptisch
Bürger suchen das Gespräch – die Stadt auch

Reckenfeld -

Umbau der Bahnhofstraße? Einige Anwohner der Straße haben da eine klare Meinung: sie wünschen einen Nicht-Umbau. In der Sitzung des Bezirksausschusses trugen sie die Forderung vor, die Pläne zunächst mal zurückzustellen.

Sonntag, 17.11.2019, 10:39 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 11:00 Uhr
Die kranken Ulmen werden im Dezember gefällt. Doch wie es danach mit der möglichen Umgestaltung des Straßenzuges weitergeht ist noch offen.
Die kranken Ulmen werden im Dezember gefällt. Doch wie es danach mit der möglichen Umgestaltung des Straßenzuges weitergeht ist noch offen. Foto: Oliver Hengst

„Am liebsten sollte man die Straße so belassen, wie sie jetzt ist“, trug ein Anwohnervertreter vor. „Eine Erneuerung finden wir nicht notwendig. Das ist der Tenor bei 90 Prozent von uns“, führte er aus und gab damit das Stimmungsbild wieder, das sich kürzlich bei einer privat organisierten Versammlung ergeben hatte.

André Kintrup , bei der Stadt für das Thema Straßenbau zuständig, erläutert, dass es keine akuten Baupläne gebe. Jedoch müssten einige Straßen in Reckenfeld noch ausgebaut werden (Kanal-, Industrie- und eben Bahnhofstraße), dafür stelle man schon mal entsprechende Gelder in den Haushalt ein. Die Bahnhofstraße sei als letzte dieser genannten Straßen an der Reihe.

Dass eine Erneuerung nicht nötig sei, sei „eine Meinung“, sagt Kintrup. „Eine andere ist, dass alles neu gemacht werden muss. Die Wahrheit spielt sich irgendwo dazwischen ab.“

Die vorgestellten Varianten seien eben dies: Varianten im Sinne von Vorschlägen. Die Anwohner nahmen diesen Hinweis zum Anlass, eine Beteiligung der Bürger einzufordern. „Wir wollen ins Gespräch kommen.“ Genau das will die Stadt auch. Insofern besteht Konsens darüber, dass es nur miteinander geht.

Das alles ändert jedoch nichts daran, dass 13 kranke Ulmen entlang der Bahnhofstraße in Bälde gefällt werden, voraussichtlich Mitte Dezember. Es wird keine so genannten „Nachpflanzungen“ geben, um keine Fakten zu schaffen. Die Stadt lässt die schadhaften Ulmen fällen, weil ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist – eine Aktion, zu der die Stadt aus Gründen der Verkehrssicherheit verpflichtet ist, wie Kintrup deutlich machte. Dass die Ulmen weichen müssen nahm die Stadt zum Anlass, eine komplette Neugestaltung der Straße ins Spiel zu bringen.

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