Akkordeon-Ensemble in der Kulturschmiede
Ein lebendig arrangiertes Feuerwerk

Greven -

Immer ein Garant für ein kulturelles Highlight – da darf es auch einmal wie am Samstag beim restlos ausverkauften Konzert des Akkordeon-Ensembles der Musikschule in der Kulturschmiede eine Welturaufführung sein.

Sonntag, 17.11.2019, 22:09 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 16:42 Uhr
Immer ein Garant für ein kulturelles Highlight: Das Akkordeon-Ensemble der Musikschule unter Leitung von Waclaw Ryznar begeisterte das Publikum in der voll besetzten Kulturschmiede
Immer ein Garant für ein kulturelles Highlight: Das Akkordeon-Ensemble der Musikschule unter Leitung von Waclaw Ryznar begeisterte das Publikum in der voll besetzten Kulturschmiede Foto: Axel Engels

Unter dem Titel „Spot an...“ hatten die umtriebigen Musiker zu einem Feuerwerk allseits bekannter Songs eingeladen, die in lebendigen Arrangements ihren ganzen Glanz entfalten konnten.

Waclaw Ryznar, der im zweiten Konzertteil für seine 30-jährige Arbeit geehrt wurde, kann auf dieses Ensemble stolz sein. Immer wieder kann man sich bei den großen Konzerten auf ein facettenreiches Programm freuen, bei dem für jeden Besucher das passende Lieblingslied dabei ist. Mit dem stark vom Jazz, Klassik, Rock und Folklore inspirierten „Pegeant“ des polnischen Akkordeonisten Janusz Wojtarowicz ging es kunstvoll los, genoss man die kultivierte und farbenreiche Spielweise des Akkordeonensembles. Charmant und überaus unterhaltsam führte Sebastian Lindenbaum durch das Programm, wusste so manch köstliche und hintergründige Details in seine Einführungen zu den Werken einzustreuen.

Wenn dann der wohl berühmteste Tango „El Choclo“ von A.G. Villoldo das Publikum mit Esprit und Leidenschaft verzauberte, fühlte man sich gleichsam in einen argentinische Tanzbar versetzt. Auch „Revirado“ von Astor Piazzolla konnte bei so kultivierter Spielweise jeden Zuhörer in seinen Bann ziehen. Klangmalerisch ging es zu bei der „Israeli Suite Nr. 2“ von Johan J. de With. Gary Woolf am Klavier und Christian Menzel am Schlagzeug bereicherten den Ensembleklang, wobei man Gary Woolf ein „besseres“ Instrument gewünscht hätte.

Aber wenn Stefan Nielssons „Gabriellas Song“ erklang, war man tief bewegt von dieser gefühlvoller Ballade. Vor der Pause wartete aber noch ein besonderes Musikwerk auf seine Uraufführung. Ulrich Schultheiss ist ein gefragter Komponist und Arrangeur, seine Werke wurden in ganz Europa, Amerika, Russland sowie im Mittleren und Fernen Osten aufgeführt. Für das Akkordeonensemble unter Waclaw Ryznar hatte er ein „Rrrondo“ komponiert und war zu diesem Konzert auch extra angereist. So eine Würdigung durch einen international berühmten Komponisten erfährt man nicht so oft.

Sein „Rrrondo“ war ganz auf die spieltechnischen Möglichkeiten des Ensembles abgestimmt, zeigte einen elegant tänzerischen Charakter. Dabei hatte Ulrich Schultheiss seine Ideen in ein traditionelleres formales Gewand gekleidet, innovative Zwischenteile lockerten den Spielablauf immer wieder auf. Für dieses auf ganz hohem künstlerischen und technischen Niveau angesiedelte Werk musste das Akkordeonensemble sicherlich viele Probenstunden investiert haben. Das Ergebnis hat sich auf jeden Fall gelohnt, waren Publikum und Komponist gleichsam begeistert von diesem spritzigen Werk.

Dann ging es mit „Blues Brothers meet Frank Sinatra“ in eher gefühlsbetonte Welten der amerikanischen Filmmusik. Als nach dem „Percussionflip“ mit Christian Menzel und Waclaw Ryznar das ganze Ensemble zur „Blues Factory“ von Jacob de Haan ansetzte, war das Publikum restlos begeistert von diesem einmal wieder exquisiten Konzert. Da durfte zum Finale natürlich „Music“ von John Miles nicht fehlen.

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