Flughafen Münster/Osnabrück
FMO will bis 2030 klimaneutral sein

Greven -

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) entdeckt seine grüne Seite. Bis 2030 will der Airport in Greven klimaneutral sein. Wie dieses Ziel erreicht werden soll, hat FMO-Chef Prof. Rainer Schwarz am Donnerstag erklärt.

Donnerstag, 21.11.2019, 19:38 Uhr
Flughafen Münster/Osnabrück: FMO will bis 2030 klimaneutral sein
Foto: Wilfried Gerharz

Damit gehe der FMO , der für dieses Jahr mit knapp einer Million Fluggästen rechnet, deutlich über die Ziele des Flughafenverbandes ADV hinaus. Dessen Mitglieder haben sich verpflichtet, bis 2050 alle CO2-Emissionen auf null zurückzufahren. Darüber hinaus schließen sie ab dann auch alle Kompensationsmöglichkeiten aus.

„Wir sind uns bewusst, dass wir eine hohe umweltpolitische Verantwortung haben“, sagte Schwarz und verwies darauf, dass der FMO schon seit Jahren mit Erfolg Anstrengungen unternommen hat, seine Ökobilanz zu verbessern. Unter anderem durch die Nutzung von Fernwärme aus der Ölmühle in Ladbergen, die Verwendung von immer mehr Ökostrom – ab 2020 zu 100 Prozent – und den Einsatz energiearmer LED-Lampen wird der Flughafen seine CO2-Emissi­onen von 5300 Tonnen im Jahr 2010 auf knapp 520 Tonnen in 2020 reduzieren können. „Das ist ein Rückgang um 90 Prozent“, sagte Sprecher Andrés Heinemann.

Klimawald auf drei Hektar

Und auch den Rest will der Flughafen weiter zurückfahren, indem Dieselbusse und -Pkw durch Elek­trofahrzeuge ersetzt werden, das Vorfeld elektrifiziert wird, wodurch Dieselaggregate überflüssig werden und da, wo möglich Biogas eingesetzt wird. Völlig lässt sich der CO2-Ausstoß nicht vermeiden. Den letzten Rest will der FMO durch ei­nen Klimawald kompensieren. 15 000 Bäume auf drei Hektar Grund nördlich der Startbahn.

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FMO-Chef Prof. Rainer Schwarz Foto: Wilfried Gerharz

Um auch die Fluggesellschaften dazu zu bewegen, verstärkt in umweltfreundlichere Fluggeräte zu investieren, wird der FMO dem Beispiel anderer Flughäfen folgen und von den Airlines ab Jahresbeginn je ausgestoßenem Kilogramm Stickoxid (NOx) drei Euro kassieren – und damit die eigenen Mehrkosten für den Umweltschutz finanzieren. Ein A 320 stößt zehn bis zwölf Kilogramm NOx pro Start und Landung aus, bei einer Boeing 747-200 sind es schon 328 Kilogramm.

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