Kanada-Roman von Janine Reitz
Mit neuem Buch zur Messe Berlin

Greven -

Die Welt bereisen, ohne dabei durch die Autorinnen-Brille zu schauen? Unmöglich. Wenn die Grevenerin Janine Reitz in der Welt unterwegs ist, ist immer auch ihr zweites Ich dabei.

Freitag, 22.11.2019, 17:58 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 18:01 Uhr
In dieser Woche ist der neue Liebesroman von Janine Reitz (alias Jani Friese) erschienen. An diesem Wochenende präsentiert sie das Werk auf der „Buch Berlin“.
In dieser Woche ist der neue Liebesroman von Janine Reitz (alias Jani Friese) erschienen. An diesem Wochenende präsentiert sie das Werk auf der „Buch Berlin“. Foto: Oliver Hengst

Als Autorin heißt sie Jani Friese und als solche saugt sie auf Reisen alles auf, was ihr begegnet. Eindrücke von Menschen, Tieren, Landschaften, Gerüche, Stimmungen. Wenn man schreibe, „nimmt man auf Reisen auch die kleinen Dinge viel intensiver wahr“, sagt sie.

Im vergangenen Jahr war die Grevenerin in Kanada. Dass die Region der Rocky Mountains nun zur Kulisse ihres neuen Liebesromans wurde, ist also kein Zufall. „Dieser Urlaub war eine fantastische Vorlage für das Buch.“

Erlebnisse und Begegnungen haben sie inspiriert – Eindrücke, die sie aufgenommen und in „ . . . als der Himmel uns berührte“ verarbeitet hat. Das gilt für die Landschaft, aber auch die Lebensgeschichten jener Menschen, die sie getroffen hat. „Ich wusste, als ich dort war, ja schon, dass ich das Buch schreiben werde.“ Die Landschaft zur Zeit des Indian Summer habe einer absoluten Filmkulisse geglichen. „So wie man das von Bildern kennt, genau so – nein: besser.“

Der Roman ist Anfang dieser Woche erschienen und als E-Book von den bekannten Portalen herunterladbar. Die gedruckte Taschenbuch-Variante kann im Fachhandel bestellt werden. Ein paar Exemplare wird Janine Reitz auch im Gepäck haben, wenn sie an diesem Wochenende in der Hauptstadt weilt, um bei der Messe „Buch Berlin“ präsent zu sein. Sie teilt sich einen Tisch mit einer Autorenkollegin – eine Premiere.

In „ . . . als der Himmel uns berührte“ erzählt die Autorin die Geschichte von Mia und Aiden, von denen an dieser Stelle natürlich nicht verraten wird, ob sie sich am Ende kriegen. Neben der reinen Liebesgeschichte transportiert die Autorin auch viele Infos über Land und Leute, die Geschichte und die gesellschaftlichen Probleme – etwa jener der indigenen Bevölkerung, First Nations genannt, die die Bezeichnung Indianer als Schimpfwort empfinden. Bis heute leben viele von ihnen in Reservaten. „Ich liebe es, für meine Geschichten zu recherchieren. Ich kann mich da richtig reinknien. Es ist mir wichtig, auch wenn ich Liebesromane schreibe, zu erzählen was dort passiert.“ Und in Kanada passiert eine ganze Menge. Weshalb das Land im Roman eben nicht nur reine Kulisse ist, sondern mehr als das und deshalb auch einen Teil der Handlung vorgibt.

Nach dem Buch ist vor dem Buch. Janine Reitz alias Jani Friese sprüht vor Ideen für weitere Romane. Aktuell arbeitet sie parallel an zwei Geschichten. Natürlich haben auch hier Reisen wichtige Impulse geliefert. Wo genau die Handlungen verortet sind? Autoren-Geheimnis. Nur so viel: „Rom ist zum Beispiel eine der schönsten Städte, die ich je besucht habe.“

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