Freilichtbühne: Sanierungsarbeiten abgeschlossen, nun geht es ans Einräumen
Fundus startet im Januar durch

Reckenfeld -

Wer sich an der Freilichtbühne ein Kostüm ausleihen möchte, steht seit Oktober vor verschlossenen Türen. Der Grund ist, dass der Fundus komplett saniert werden musste. Die Arbeiten sind zwar inzwischen weitgehend abgeschlossen, aber bis wieder Kostüme verliehen werden können, muss man sich noch bis etwa Mitte Januar gedulden.

Samstag, 30.11.2019, 10:50 Uhr
Gudrun Maslanka hängt, kaum dass die neuen Regale aufgebaut sind, die ersten Kostüme auf. Die Ausstattung macht eine neue Sortierung möglich, von der die ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Nutzer gleichermaßen profitieren sollen.
Gudrun Maslanka hängt, kaum dass die neuen Regale aufgebaut sind, die ersten Kostüme auf. Die Ausstattung macht eine neue Sortierung möglich, von der die ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Nutzer gleichermaßen profitieren sollen. Foto: Rosi Bechtel

Gudrun Maslanka erläutert warum: „Wir bekommen ein ganz neues Konzept für die Lagerung und Herausgabe der Kostüme. Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass Kostüme defekt und hin und wieder ungereinigt zurückgegeben wurden. Außerdem wird alles nach einem neuen Schema sortiert“, erzählt sie, während sie erste Kostüme platziert.

Ganz oben hat sie schon einige Gruppenkostüme aufgehängt. „Die werden weniger oft nachgefragt.“ Dann wird beispielsweise nach Größen, Tierkostümen, Mittelalter und anderen Kriterien sortiert. Wenn alles komplett fertig ist, wird das Ausleihen für die Besucher und die freiwilligen Mitarbeiter der Bühne einfacher. „Wir haben auch Systembügel für Hosen und Röcke sowie Fließbügel, von denen die Teile dann nicht mehr so schnell herunterrutschen, angeschafft. In Zukunft erfolgt die Herausgabe erst nach Kontrolle auf eventuelle Mängel und nur noch mit Bügel. Die Rückgabe erwarten wir genauso gepflegt, gegebenenfalls repariert und auf genau dem Bügel, den wir mitgegeben haben.“

Diese Maßnahme ist verständlich, denn als vor Beginn der Sanierung alle Kostüme detailliert überprüft wurden, war Maslanka doch erstaunt darüber, wie viele defekt zurückgekommen waren. „Außerdem haben wir Kostüme, die nicht mehr zu reparieren waren oder sonst nicht mehr zu gebrauchen sind, aussortiert.“ 15 Säcke kamen zusammen.

Gut 3000 Kostüme befinden sich im Fundus. Über 400 Teile wurden aktuell gewaschen und gebügelt. So wie von Edith Otte-Witte, in deren Keller eine lange Reihe voll mit gewaschenen Pluderunterhosen säuberlich auf Bügeln hing. Genau so wird man diese in Zukunft im Fundus vorfinden.

Kaum stand das erste Regal ,wurde mit dem Aufhängen der Kostüme begonnen. Bis zur Jahreshauptversammlung muss nämlich der große Saal, in dem seit Beginn der Sanierungsarbeiten die Kostüme auf provisorischen Stangen hängen, frei sein. Auch in den Umkleiden hängen Kostüme. Und bis wirklich alles perfekt im Fundus untergebracht ist, braucht es Zeit – eben bis Mitte Januar. Schließlich wird die ganze Arbeit ehrenamtlich geleistet.

Zwar war geplant, dass alles eher fertig ist, wie Kalle Peters erzählt. Aber: „Wir konnten erst später als geplant anfangen, der Dachdecker brauchte länger, es hat herein geregnet und der Boden musste erst getrocknet werden.“ Dinge, die nicht planbar waren. Es wurden neue Stromleitungen verlegt, eine neue Beleuchtung, Holzvertäfelungen, ein neuer Fußboden – die Liste der Arbeiten ist lang.

Die neuen Garderobenständer wurden zum größten Teil extern gebaut, die noch fehlenden schweißt aktuell Andreas Finke zusammen. Kalle Peters, Matthias Grohe und Erwin Maslanka leisteten bisher rund 300 Arbeitsstunden. Drei weitere Helfer unterstützten zwischendurch.

Eine Mammutaufgabe, die noch nicht zu Ende ist. Doch ab Januar können sich die Besucher von neuen und besseren System im Fundus überzeugen.

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