Detleff Venschott führt Unternehmen in dritter Generation
Dienstleistung rund um die Bestattung

Greven -

Bestatter. Da geht es nicht mehr nur um Beerdigungen. Bei der Firma Venschott werden zum Beispiel auch digitale Nachlässe abgearbeitet.

Mittwoch, 04.12.2019, 11:30 Uhr
Andrea und Detlef Venschott bieten sowohl individuelle Vorsorge-Beratung als auch eine Begleitung im Trauerfall.
Andrea und Detlef Venschott bieten sowohl individuelle Vorsorge-Beratung als auch eine Begleitung im Trauerfall. Foto: WKT

Die Unternehmensgeschichte der Venschotts beginnt 1901 mit Anton Venschott , dem Großvater des heutigen Inhabers Detlef Venschott . „Die Bestattungen haben früher in der Regel die Tischler mit gemacht: sie haben den Sarg hergestellt und den Transport zum Friedhof übernommen“, blickt der Bestattungsunternehmer zurück. „Doch schon zu Zeiten meines Vaters Aloys senior Venschott waren wir ein umfassendes Dienstleistungsunternehmen.“

Deshalb war es auch eine sinnvolle Unternehmensentscheidung, die drei Sparten auf drei Söhne aufzusplitten: Aloys junior Venschott und sein Sohn Jonas sind auf der Gutenbergstraße 25 verantwortlich für Küchen und individuellen Möbelbau. Manfred Venschott betreibt mit seinen Söhnen Frederik und Justin den Fensterbau an der Bövemannstraße 2e. Und Detlef Venschott führt das Bestattungsunternehmen an der Gutenbergstraße 2 seit 1995 eigenständig. „Ich bin mit dem Unternehmen aufgewachsen und als Kinder haben wir zwischen den ausgestellten Särgen Verstecken gespielt.“

Trotzdem stieg der gelernte Kaufmann aus gutem Grund erst als 32-Jähriger ins Unternehmen ein: „Ich mag meine Arbeit, mache sie mit Herz und unterstütze gerne die Hinterbliebenen. Aber wenn man beispielsweise Kinder beisetzen muss, kann der Beruf psychisch auch sehr anstrengend werden.“ Ob und wann einer seiner drei Söhne mal ins Unternehmen einsteigt, wird sich daher erst in den kommenden Jahren entscheiden.

Seit 1995 hat der 56-Jährige das Bestattungsunternehmen ständig erweitert: „Gemessen an der Anzahl der Sterbefälle sind wir der größte Bestatter in Greven.“ Doch nicht nur in Greven, sondern auch in Reckenfeld, seit 2003 in Rheine und seit 2014 auch in Hauenhorst findet man ein Venschott-Bestattungsunternehmen. Mit dem Team von sechs Bestattern, vier Aushilfen und einer Auszubildenden sind Detlef Venschott und seine Frau Andrea, die als gelernte Bankkauffrau seit 2006 mit im Unternehmen arbeitet, Ansprechpartner im Trauerfall.

Und der angebotene Service ist inzwischen umfangreicher denn je: „Am liebsten haben unsere Kunden im Trauerfall nur einen Ansprechpartner für alles.“ Und ‚alles‘ umfasst nicht nur die Art – mittlerweile etwa zwei Drittel Feuer- und ein Drittel Erdbestattungen – und den Ort der Bestattung – als Gruft, Reihengrab oder unterm Rasen oder unterm Baum.

Die Aufgaben sind vielfältig und reichen von der Gestaltung der Zeitungsanzeige, des Trauerbriefes und der Danksagung über die Organisation der Beerdigung mit Pfarrer oder Trauerredner, Organist oder Musik vom iPad, dem Beerdigungs-Kaffee, der Auswahl des Grabmals usw. bis zur Bürokratie u.a. hinsichtlich Beurkundung des Sterbefalls, der Beantragung eines Rentenvorschusses, der Abmeldung oder Ummeldung bei Krankenkassen und Versicherungen.

Und diesen Service-Gedanken hat das Ehepaar Venschott noch etwas weiter gefasst. „Seit September sind wir mit unserem Vorsorge-Büro in der Bergstraße zu finden und haben samstags zu Marktzeiten geöffnet“, erklärt Andrea Venschott: „Mit dieser Bestattungsvorsorge sind wir einzigartig und soviel ich weiß die ersten in Deutschland.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7108568?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Ein Tag mit Laura Stegemann: Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Nachrichten-Ticker