Stadtwerke fördern das Natur-Potenzial
Nistkästen gegen den EPS

Greven -

Blühflächen einsäen, Nistkästen anbringen, Blumenbeete anlegen: Um der Natur unter die Arme zu greifen und Vögel und Insekten zu unterstützen, kann man einiges tun. Die Stadtwerke Greven gehen jetzt mit gutem Beispiel voran.

Donnerstag, 04.12.2008, 17:29 Uhr
Stadtwerkemitarbeiter Karin Grund und Jörg Bürgin.
Stadtwerkemitarbeiter Karin Grund und Jörg Bürgin. Foto: Stadtwerke

Mit einem Bündel von vielen Einzelmaßnahmen will Grevens Energie- und Wasserversorger das Natur-Potential, das viele Betriebsflächen des Unternehmens bieten, zur Entfaltung bringen. Etwa im Freibad oder am Wasserwerk. Hier findet die Natur, dank großer, mit beeindruckenden Eichen bestandener Grünflächen, sowie schon gute Bedingungen vor, heißt es in einer Mitteilung. Jetzt soll mit dem Aufhängen von 50 Nistkästen der Vogelwelt, vor allem den Meisen, der Aufenthalt noch schmackhafter gemacht werden. In den letzten milden Herbstwochen wurden die Nistkästen bereits im Wasserwerk und im Freibad angebracht – und bereits neugierig von der Vogelwelt in Augenschein genommen. Angenehmer (und gewünschter) Nebeneffekt der neuen gefiederten Bewohner: Sie sollen sich an Eichenprozessionsspinnern gütlich tun. „Das ist natürliche Schädlingsbekämpfung ohne chemische Keule, die hier am Wasserwerk im Übrigen gar nicht erlaubt ist“, so Wassermeister Jörg Bürgin.

Eine weitere Idee, die im kommenden Frühjahr realisiert werden soll, drehen sich um Blühflächen, auf denen heimische Wildblumen wachsen sollen: Etwa am Hallenbad, an einem Schalthaus und am Pumpwerk Herbern-Nord – wertvolle Oasen für Insekten, wie etwa Wildbienen. Weitere Vorhaben sind für das kommende Jahr in Planung.

Geschäftsführerin Andrea Lüke: „Wir fühlen uns ökologischen Standards verpflichtet und engagieren uns für Nachhaltigkeit. Deshalb passt dieses Projekt sehr gut zu unserer Philosophie.“

Der Gedanke der Nachhaltigkeit zeigt sich in Details: Bei den Nistkästen verwenden die Stadtwerke bewusst ein Modell aus recycelten Materialien. Hersteller ist der Denkmalpflegewerkhof in Steinfurt.

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