Pfannengericht „Mexicano“ vereint das Beste aus verschiedenen Welten
Syrische Crossover-Küche

Greven -

Traditionelle syrische Küche? Heute nicht. Heute tischen Marwa Bahsiti, Sawsan Hamami und Jamalia Fattayrji etwas Internationales auf: ein Gericht mit Gewürzen aus dem arabischen Raum, aber mittelamerikanischem Namen: Mexicano.

Freitag, 06.12.2019, 09:10 Uhr
Marwa Bahsiti, Sawsan Hamami und Jamalia Fattayrji kochen gemeinsam ein modernes, syrisches Gericht.
Marwa Bahsiti, Sawsan Hamami und Jamalia Fattayrji kochen gemeinsam ein modernes, syrisches Gericht. Foto: Oliver Hengst

Starköche verkaufen Kreationen wie diese als Crossover-Küche. „Das ist etwas modernes, meine Mama zum Beispiel kocht das nicht“, beschreibt es Jamalia Fattayrji.

„Die Kinder lieben das“, berichtet Sawsan Hamami . Und die anderen bestätigen: Sobald Mais als Zutat verarbeitet werde, seien die Kinder nicht mehr zu halten. Was in diesem Fall keine schlechte Sache ist, denn grundsätzlich, davon ist das syrische Trio überzeugt, ist das „Hähnchen mit Gemüse“ eine gesunde Sache. Und eine gute Gelegenheit, den Kindern das oftmals unbeliebte Gemüse schmackhaft zu machen.

Davon enthält „Mexicano“ eine ganze Menge. Und verarbeitet wird es wie folgt: Zwiebeln werden fein gewürfelt und in Öl angebraten, dann gibt man Paprika, Möhren und Pilze (klein geschnitten) sowie Mais aus der Dose hinzu. Tomaten aus der Dose kommen nach dem Anbraten dazu, das ergibt einen saftigen Sud, in dem alles gar zieht. Das separat angebratene Hähnchenfleisch wird hinzugegeben, gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, etwas Curry und zwei Esslöffel einer etwas säuerlichen Granatapfel-Sauce. Nach der letzten Zutat fragt man am besten im türkischen Fachgeschäft. Das ganze lässt man etwa eine Stunde vor sich hinköcheln: Das Ergebnis: einfach köstlich und garantiert familientauglich.

Serviert wird das Pfannengericht mit Reis (wer mag streut geröstete Cashewkerne drüber) und buntem Salat, den die syrischen Frauen aus grünem Blattsalat, Tomaten, Radieschen, Paprika und vielen frischen Kräutern herstellen und mit syrischem Fladenbrot garnieren. Derart kunstvoll angerichtet traut man sich kaum, die tolle Kreation zu zerstören. Doch keine Sorge: „Das ist ein ganz normales Mittagessen, nichts für Feiertage“, erklärt Marwa Bahsiti.

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