Stadtelternrat zum neuen KiBiz-Gesetz
Eltern zahlen weniger

Greven -

Das neue „Gesetz zur qualitativen Weiterentwicklung der frühen Bildung“ wurde jetzt im Düsseldorfer Landtag verabschiedet. Es versteht sich als Reform des bisherigen Kinderbildungsgesetzes (kurz: KiBiz) und wirkt sich ab dem 1. August 2020 auf alle Familien mit Kindern in einer Kita aus.

Donnerstag, 12.12.2019, 11:23 Uhr aktualisiert: 12.12.2019, 11:50 Uhr
Das neue KiBiz-Gesetz wird es für Eltern mit mehreren Kindern günstiger machen. Hier Kinder der prämierten Klima-Kita St. Mariä Himmelfahrt.
Das neue KiBiz-Gesetz wird es für Eltern mit mehreren Kindern günstiger machen. Hier Kinder der prämierten Klima-Kita St. Mariä Himmelfahrt. Foto: Günter Benning

Die Kita Stadteltern Greven haben die wichtigsten Veränderungen für Eltern zusammengefasst:

► Die letzten beiden Kita-Jahre vor der Einschulung werden beitragsfrei. Bislang war nur das letzte Jahr beitragsfrei.

► Kitas sollen nicht mehr als 20 Schließtage (ohne Wochenend- und Feiertage) pro Jahr haben, dürfen nun aber nur noch bis zu 27 Schließtage haben.

► Kitas mit besonders flexiblen Öffnungszeiten (z. B. Betreuung vor 7 bzw. nach 17 Uhr, an Wochenend- und Feiertagen) sollen finanziell gefördert werden.

Insbesondere das zweite beitragsfreie Jahr wird zu einer spürbaren finanziellen Entlastung für Grevener Familien führen, die sich derzeit um hohe Miet- und Immobilienpreise sorgen müssen, teilt der Stadtelternrat mit. Es bleibe jedoch zu fragen, ob insbesondere finanzschwache Gemeinden dauerhaft auf eine Erhöhung der Elternbeiträge für die übrige Kita-Zeit werden verzichten können.

Auch eine geringere Anzahl an Schließtagen sowie eine höhere Betreuungsflexibilität ist für Eltern begrüßenswert, denn die Lebens- und Arbeitsrhythmen unterscheiden sich zwischen Familien zunehmend. Um die Flexibilität stemmen zu können, benötigen Kitas entsprechendes Personal, das auf dem Arbeitsmarkt derzeit jedoch kaum noch verfügbar ist.

Das neue Kita-Gesetz mache es jedem ein bisschen recht: Eltern müssen weniger Beiträge zahlen, Jugendämter und Kitas bekommen mehr Geld. Aber die eigentlichen Strukturprobleme werden nicht gelöst.: Wie schaffen wir es, den Erziehungsberuf attraktiver zu gestalten? Wie können die Kitas planungssicher finanziert werden? Das bleibe Gesprächsstoff.

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